Stress | ein komplexes Thema

Ich stresse mich selbst. Der Druck, der auf mir liegt, ist enorm. Gestern habe ich in einem Kommentar geschrieben, dass ich ihr (der Betragsschreiberin)  jemanden wünsche, der sie in den Arm nimmt. Das war sehr ehrlich gemeint, aber insgeheim ein Wunsch, den ich selber hege. Bei all dem, was ich gerade zu bewältigen habe, was ich immer zu bewältigen habe, fehlt mir ein menschlicher Körperkontakt. Jemand, der mich in den Arm nimmt, der (ich kann noch immer nicht gendern) mich ernst nimmt und versucht mich zu trösten.  Es ist so viel. Es ist zu viel für einen alleine!

Auch gestern hat mich eine Warnlampe am Auto völlig aus der Fassung gebracht, genauso lieb gemeinte Likes* im Blog mit denen ich nicht umgehen kann, weil ich nicht weiß, was sie bedeuten. Vor kurzem fiel der Begriff Overload – ja, wenn alles auf mich einprasselt, dann bin ich völlig überfordert.

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*Kommentare sind mir lieber, aber manchmal überfordere ich auch die Leser hier, sodass wenigstens ein kleines Zeichen gesetzt werden wollte.

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein und habe Wünsche. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨

Kategorien: Behinderung, Kuddelmuddel

8 Kommentare

  1. …gelesen.
    Würde dich drücken, wenn ich könnte.
    Gruß Reiner

  2. Ich drücke dich auch verbal und verrate dir, dass ich mit einem Kuscheltierschaf im Arm einschlafe, das mir meine Tochter geschenkt hat und schon viele Tränen von mir aufsaugen musste.

  3. Ich kann dich leider auch nur virtuell drücken…
    Mit einem Kuscheltier einschlafen ist eine richtig gute Idee. Ich hab da so ein kleines Teddybärchen…
    Sei lieb gegrüßt!

  4. Liebe Piri Du hast es schwer, man kann das auch konjugieren: wir alle scheinen es im Moment etwas schwerer zu haben als „normal“. Jeder/jede bekomme nur zu tragen, was er/sie vermöge. Ob das stimmt? Eine Summe der Lasten in einem Leben mit dieser Summe in einem anderen Leben zu vergleichen. wer vermöchte dies?
    So bleibt, es zu tragen, zu tragen, zu tragen. Im Geiste helfe ich dir gerne dabei….

    • Danke auch an dich – es stimmt schon, dass jeder nur das bekommt, was er auch tragen kann. Scheinbar ist’s bei mir ne ganze Menge. Aber, das stimmt auch – es sind auch besondere Zeiten.

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