Behinderung, Junioren, Kuddelmuddel

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Et stippert – Zeit für mich, mich um die Tablets* der Junioren zu kümmern. Oh menno, ich bin ein technischer Dummie. Es gestaltet sich etwas schwierig. Jetzt gäbe ich was drum einen Menschen mit Fachkenntnis an meiner Seite zu haben. 

Wenigstens sind die Knabberschälchen des Kerle gut gefüllt!

*es geht um Streamingdienste etc. pp

Behinderung, Gedankenchaos, Junioren, Kuddelmuddel

Biergarten

Es sind Fotos von den Junioren und wir haben gemeinsam beschlossen diese nur geschützt zu zeigen. Das Passwort ist immer noch der jiddische Begriff. 

Wir waren am Neckar spazieren. Die ehemals so häßliche Stadt bekommt zumindest am Fluss etwas Charme und Flair. Wenn denn noch ein leichtes Lüftchen weht, dann sind 29°C gut auszuhalten. Zwei ukrainische junge Männer, die nicht in den Krieg ziehen wollen, haben uns die Rollstühle ans Ufer getragen. Ohne zu fragen, völlig uneigennützig. Der Kerle hat gefragt warum sie nicht arbeiten, da haben sie auf deutsch geradebrecht, dass sie niemanden totschießen wollen und deswegen desertiert sind. 
Mein Kerle hat beide Daumen gereckt…

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06:56 – am nächsten Tag: Ich weiß, es wäre hilfreich wenn ihr ein Bild von den Junioren hättet. Dann könntet ihr sie euch wahrscheinlich besser vorstellen. Sie sind, besonders der Kerle, sehr klein und sehr speziell, sie fallen auf und ich mag nicht, wenn sie vorgeführt werden.

Kuddelmuddel

Gerade jetzt

denke ich voller Wehmut an meine inzwischen schon toten Freund*innen
mag ich die Stille am Morgen und den beginnenden Tag
mag ich nicht, dass wieder dieser hohe Erwartungsdruck auf mir lastet und ich die Junioren zwingen muss vor ihrer Wohlfühlzeit aufstehen zu müssen, weil wir zur Bürgermeisterwahl eine Helferin brauchen und sie die Zeit vorgeschrieben hat.
spüre ich deswegen Druck
freue ich mich über das Vogelkonzert im Gebüsch
fühle ich Wärme um mich herum – innerlich und äußerlich
trage ich meine ältesten abgelatschten Sandalen
brauche ich ein verständnisvolles Ohr, das mir zuhört
höre ich Vogelgezwitscher
mache ich Müsli fürs Töchting
lese ich Mitgift – einen Familienroman aus meiner alten Heimat
trinke ich Kaffee mit ganz viel Milchschaum
vermisse ich, das was ich immer vermisse – einen Gesprächspartner
schaue ich mir das dreckige Geschirr in der Küche an und denke, dass das man gut da noch bis morgen stehen bleiben kann
träume ich von einer Weltreise mit den Junioren

Frei sein, nicht nur so tun!