Nachkur – früher gab es so etwas, jedenfalls hab ich das läuten hören!
Bei mir war nichts mit Nachkur. Mitten ins Leben bin ich geschmissen worden, gleich ganz weit. Erst mit zwölfundvierzig Waschmaschinen zu füllen, was ja gar nicht so schlimm ist. Trocknen tut es auch allein! Blöder ist das zusammenlegen der vielen Wäsche und einsortieren in die Schränke und kaum hast du alles verstaut, dann brauchst du auch schon wieder neue Wäsche, weil entweder die Hose nass ist, oder Ketchup verkleckert ist, oder der doofe Pullover ja sowieso und überhaupt doof aussieht.
Einkaufen – ich kaufe nicht gerne ein und schon gar nicht Köstlichkeiten des täglichen Bedarfs. Kauf mal einer ein, für jemanden der nicht essen mag und für eine, die aus Solidarität mitleidet, macht keinen Spaß und heute habe ich genau das verkehrte geholt: „Ich hab doch gesagt, ich wollte Kalbsleber und was kaufst du? Maultaschen!“ Dass es keine Leber gab, das zu sagen, dazu hatte ich keine Chance – der Kerle hat gleich losgeblubbert!
Gestern war Bandprobe! Das heißt, dass wir spät nach Hause kommen und einmal durch die Stadt fahren müssen. Um 21:00 Uhr bin ich müde, da kann und will ich nicht 77mal hintereinander das Schlumpflied hören, da will ich die Herrschaften bettfertig machen, ihnen noch ne halbe Scheibe Brot und was zu trinken geben und sie zudecken, mich dann leise aus dem Zimmer schleichen und selbst wegdösen…