Kuddelmuddel
Reminiszenz oder jetzt
Manchmal fühlt sie: Das Leben ist groß,
wilder, wie Ströme, die schäumen,
wilder, wie Sturm in den Bäumen.
Und leise läßt sie die Stunden los
und schenkt ihre Seele den Träumen.
Dann erwacht sie. Da steht ein Stern
still überm leisen Gelände,
und ihr Haus hat ganz weiße Wände –
Da weiß sie: Das Leben ist fremd und fern –
und faltet die alternden Hände.
Rainer Maria Rilke
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Die Junioren haben sich zufrieden ins Bett verzogen. Die Pastorenfreundin ist, weil ihr irgendetwas nicht passte – was, hat sie nicht gesagt, ich habe es nur gespürt – jedenfalls ist sie mit ihrer Flasche Sherry unterm Arm abgedüst. Auch egal! Mir bleibt das Papier- und Schleifenchaos zu ordnen. Auch die Küche … Morgen gehts weiter! Ob dann wohl jemand den Tisch deckt, oder vielleicht nur das benutzte Geschirr auf die Arbeitsplatte stellt?
Sorry
Heiligabend
Weihnachten ist erst morgen. Heute ist Heiligabend, der Tag vor Weihnachten. Kein Finale? Ist das Finale, wenn das Christuskind geboren wird? Das ist doch erst der Anfang! Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids.
Eine Geburt ist der Beginn. Der Beginn, so hoffe ich sehr, vom Ende der Pandemie. Auch der Beginn, dass wir miteinander reden und uns nicht immer anfeinden – alle, einschließlich unserer Gegner. Heute gibt es Geschenke. Aber wäre nicht das größte Geschenk, wenn endlich Frieden wäre und jeder den anderen respektieren und dessen Meinung akzeptieren würde. Wir müssen sie ja nicht annehmen – hat Jesus auch nicht getan. Ich wünsche mir für heute ein fröhliches Grillen am Mittag. Draußen auf der Terrasse bei uns, am Abend eine schöne Bescherung und morgen friedvolle, vielleicht auch besinnliche Weihnachten!
Alles, alles Gute auch für euch! Herzlichen Dank, dass ihr meine Kuddelmuddelgedanken lest.