Familie, Gedankenchaos, Junioren

vierundzwanzig Stunden

Einmal hin und zurück! Eine Ad hoc Entscheidung. Mein Kopf sagte mir: Hirnrissig. Mein Bauch: mach‘s und denk nicht alles kaputt. Tasche packen. Ach, hätt ich gar nicht brauchen – Unterwäsche und Zahnbürste hätten auch gereicht. 

Zwei Stunden hin und genauso zurück. Dazwischen ein fremder Haushalt in den ich gekommen bin und in dessen Wohnzimmer mich die Bilder gefangen genommen haben. Zwei, leicht reservierte Frauen – auch deswegen, weil ich mal wieder überpünktlich zu früh war. Ich wollte schon das nächste Mauseloch nehmen. Dann ruft auch noch die Betreuerin der Junioren an; Carsten hätte noch nichts gegessen, seine PEG-Sonde ist ausgelaufen und gespuckt hätte er obendrein auch noch.

Meine innere Anspannung wuchs.

Abends waren wir in Erlangen essen. Nicht im urigen Pleitegeier, dafür im Hecht Pizza, Salat (echt, ich habe Salat gegessen!), danach Taschnudeln mit Birne, Käse und Salbeibutter. Einfach, ungekünstelt und so lecker.

Heute Vormittag mit Margrit noch im Buchladen. Ein Paradies ohne Schmotzetten und Liebesgedöns. Leider zu weit weg vom Dorf im wilden Süden …

… und dann zur Mittagszeit wieder Richtung Heimat – und jetzt merke ich erst, wie müde ich bin.

∙∙∙∙∙

Die Anspannung? Wann sie abgefallen ist, weiß ich nich. Sie war jedenfalls auf einmal weg.

∙∙∙∙∙

16:25 Uhr – keine Entwarnung an der Kerle-Front. Er kotzt weiterhin und isst nichts, nothing, niente, nada, nichts. Auf diesen Anruf habe ich schon mit Bangen gewartet. Ich bin schon drauf und dran in die Vulkaneifel zu fahren, um ihn abzuholen. Hoffentlich hilft meine Arzneiempfehlung und dem kleinen Mann geht‘s bald besser. Für alle Beteiligten eine blöde Situation! 

Junioren

sie hängt

Dartscheibe der Junioren
  • die Dartscheibe der Junioren!
Familie, Gedankenchaos, Junioren, Kuddelmuddel

und wieder ist kein Stern zu sehen

… nur ein Lichtblick am Horizont, denn die Junioren starten morgen in den Urlaub . Vorher hat die Reise Koffer packen gesetzt! Wer mich kennt, weiß, dass ich das hasse. Aber ich mache es tatsächlich sehr gerne, habe ich doch für diese Strapazen fast sieben Tage frei. 

Ich fühle Freude, aber auch Angst – nicht um den Kerle und das Töchting, sie werden bestimmt gut versorgt. Zumindest eine Betreuerin mag die Junioren sehr gerne und bei ihr habe ich ein gutes Gefühl. Die Angst gilt eher mir. Ich friere wie das Ulmer Schneiderlein, huste, habe einen Kloß im Hals und leichte Temperatur. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich mir eine Auszeit gönne, die ich nicht will, wenn die Junioren auf Freizeit sind.