Alltag, Fragen, Gedankenchaos

Frage

Wo ist eigentlich mein Gott geblieben?

Wo ist er, der mich auffängt, wenn ich strauchle? Wo ist die Hoffnung auf ein Stückchen Mitmenschlichkeit? Momentan fällt es mir noch schwerer an ihn zu glauben, als nach dem Tod von MamS. Noch nicht einmal in der Kirche mag ich singen oder gar laut beten. Ich bete im Stillen auch daheim und weiß nicht einmal, ob das irgendwo ankommt. Wie Jesus am Kreuz frage/rufe ich, warum er mich verlassen hat. Warum mir meine Zuversicht abhanden gekommen ist. Mein Glaube an das Gute ist ins Wanken geraten. Was geschieht? Ich bin müde. Meine Gedanken rotieren, werden immer mehr und finden keinen Weg  – nirgendwohin.

Was ist das für eine verrückte Zeit? Wo um alles in der Welt ist mein Gott geblieben?

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✨Das war übrigens Frage Nr. 50!

Alltag, Familie, Gedankenchaos

Wattetage

Abend und immer noch in Unruhe. Unbehaglich mit mir selbst obendrein. Fusselig quasselnd rede ich den Junioren seit Tagen jeden Schluck Flüssigkeit in den Mund. Zusätzlich zur Einsamkeit sind die Träume auch noch versteckt.

Wenigstens kratzt in der Ferne eine Geige ihr jammervolles Lied.

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– viel zu viel heute –

Alltag, Gedankenchaos, Kuddelmuddel

empfindlich sein

Wenn ich morgens aufstehe, mein Körper schmerzfrei ist, konzentriere ich mich ganz auf meine Atmung. Nachts bin ich ein paarmal mit Würgereiz und schweren Husten aufgewacht. Ich habe das Gefühl, dass meine Luftröhre blockiert. Ohne nachzudenken stehe ich auf, mache das Radio an, die Kaffeemaschine, setze mich erst einmal wieder hin und versuche wach zu werden.

Ich funktioniere. Aber dann kommen die Gedanken: Was muss ich machen heute? Was mag das Töchting anziehen? Wie finde ich den Kerle vor? Bekomme ich von meiner Tochter ein Kuscheltier an den Kopf geschmissen, weil sie noch schlafen will? – In diesem Moment macht die Luftröhre wieder zu – ich kenne das, es macht mir keine Angst, nervt nur! Gestern im Auto war das auch, ich musste husten, husten, husten und die Tränen liefen mir die Wange runter. Beim Auto fahren ist das keine Freude.

Zurück zum Morgen: Heute hat niemand gebadet, das bedeutet 10 Minuten länger schlafen. Dann geht‘s aber hopp hopp. Erstaunlicherweise schaffe ich das. Genervt bin ich dennoch manchmal, weil den Junioren das und das und das nicht passt, oder weil sie beide schon stereo auf mich einreden und ich keinen von ihnen gerecht werden kann. Ängste kommen auf, Selbstzweifel!

Meine Energie ist auch nicht unerschöpflich, aber zu viel Energie zu haben (momentan), macht für später auch Angst. Was ist, wenn ich das nicht mehr kann?

Mein Magen grummelt. Ein ‚komisches Gefühl‘, fast so wie in der Schule, als ich die Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Ich assoziiere es mit Angst und diese ist irreal. Diese diffuse, nicht spezifische Angst mach misstrauisch und empfindlich gegenüber Ratschlägen und Menschen. Wenn Freundinnen mir versprechen zu kommen und es dann nicht tun, ja nicht erreichbar sind, dann zweifle ich an mir. „Es ist mir was dazwischen gekommen und ich habe vergessen dir Bescheid zu sagen.“ Ich bin empfindlich geworden, mich stresst mehr. Wenn ich versetzt werde, denke ich zuerst daran, was ich falsch gemacht habe.

Ich huste, ich kann die Luft nicht rauslassen – ganz real und im übertragenem Sinn auch nicht.

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