Allgemein, Junioren

Babys schlafen

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Alles schläft hier!
„Du Mama, hast du mal ne Kiste für mich?“
„ja, für was brauchst du die?“
„für mein Baby, das braucht ein Bett – wenn wir doch alle krank sind, dann darf so ein kleines Baby erst recht nicht ohne Zudecke und warmen Kissen sein!“

Wiebke ist – je nach Lust und Laune – eine gute Puppenmutter. Nur manchmal, aber äußerst selten, schmeißt sie ihre Sippschaft quer durch’s Zimmer… Heute liegen ‚Mama‘ und ‚Kind‘ einträchtig nebeneinander und nur ab und zu, wird das Puppenkind entweder geküsst oder es bekommt einen Nasenstüber.


Ich bemühe mich seit gestern Nachmittag um eine Haushaltshilfe der Krankenkasse – aber auch hier dauert es, bis ich überhaupt eine sachverständige Mitarbeiterin an die Telefonstrippe bekam. Bei einer Zusage, habe ich deswegen noch lange keine Haushaltshelferin im Krankheitsfall – denn in unserer (und den anderen) Diakoniestationen sind Mitarbeiter krank oder können sooo früh (6:30uhr) noch nicht da sein.

Kuddelmuddel

Sowieso schon ganz schön doof

Behindert zu sein ist per se schon doof, behindert werde noch mehr, aber wenn behinderte Menschen auch noch für doof verkauft werden, dann wird es richtig übel.

Carsten und Wiebke möchten das persönliche Budget nutzen. So gut, so schlecht! Es wurde vom zuständigem Sozialamt der Bedarf ermittelt und mir als unterschriftreife Zielvereinbarung zugestellt. Merkwürdig ist schon, dass ich 2 identische Schreiben für Carsten und Wiebke bekommen habe. Die Namen wurden ausgetauscht, aber ansonsten war alles tupfengleich! Das kann nicht sein, sind die Junioren zwar Geschwister und haben das gleiche Behinderungsbild, sind sie aber nicht tupfengleich. Allein, dass Carsten ein Mann und Wiebke eine Frau ist und so schon unterschiedliche Interessen haben.

Ich komme mir mittelprächtig übers Ohr gehauen vor. Unser Freund ist mit uns einer Meinung – eigentlich ist er die treibende Kraft, dass ich die Zielvereinbarung nicht unterschrieben habe. Wenn ich das nämlich getan hätte, dann hätte ich einen Vertrag unterschrieben, der uns heftig übervorteilt hätte.

Ich gebe zu, ich bin sehr blauäugig in das Abenteuer gestartet und war nur halbherzig informiert – bin es immer noch, und ich weiß auch nicht, ob ich es je richtig umfassend sein werde – aber so, wie ich und die Junioren überrumpelt wurden, das ist – gelinde gesagt – nicht fein!