Behinderung, Gedankenchaos

nicht gut

Tut mir leid, ich stecke ganz tief in einem Asperger-Dings fest. Dennoch habe ich großes Mitteilungsbedürfnis. Weiß natürlich auch, dass dies Blog vermutlich nicht die richtige Plattform ist, meine Ängste zu besprechen. Es sind ja nicht nur marginale Befürchtungen, es ist so viel mehr. Zum Beispiel überfordert mich eine simple Buchführung.

Deswegen würde ich gerne passwortgeschützte Beiträge schreiben – nur wenn diese niemand lesen mag, dann kann ich es gleich sein lassen. Als neurodivergenter Mensch habe ich große Schwierigkeiten um Umgang mit anderen Menschen. Ich bewundere, wie der Kerle Kontakte knüpfen kann, ich kann das nicht. Ja, ich habe regelrechten Bammel davor. Deswegen frage ich: Würdet ihr meine geschützten Beiträge lesen und dort auch kommentieren?

Dieser Beitrag hat mich Überwindung gekostet – was für manch einen von euch ganz leicht ist, ist für mich harte Arbeit!

Allgemein, Behinderung, Gedankenchaos

Kommunikationsnudel

Das müsst ihr mal machen. Mit dem Kerle schwimmen gehen. Erst denkt man, dass er gnadenlos absäuft und untergeht. Dann pirscht er sich langsam an – an andere, meist weibliche Schwimmerinnen, dreht wieder ab und guckt ganz harmlos und pirscht sich noch einmal an. Dann spricht er die Frau an: „Gefällt es Ihnen hier auch so gut?“ Diese guckt verblüfft, lässt sich aber auf ein Gespräch ein. Das Ganze geht immer wieder so. Ein kurzer Satz, Smalltalk, sich annähern und entfernen. Zwischendurch ertrinkender Mann spielen oder mit seiner Schwester eine kleine Wasserschlacht machen. Eine ganze Stunde geht das hin und her. 

Meine wunderbare Begleiterin (wir haben im Moment zwar nicht so viele Helferinnen, dafür sind sie aber allesamt super) und ich quatschen auch mit der Zufallsbekanntschaft des Kerle und haben nette Gespräche. Carsten hat sie inzwischen zu uns nach Hause eingeladen und festgestellt, dass sie ein Auto hat: „Da können Sie doch mal kommen. Meine Mama backt auch einen Kuchen!“ 

„Mein Auto in der Tiefgarage ist ein blauer Daihatsu, wenn ihr geht, hängt einen Zettel mit eurer Telefonnummer an den Scheibenwischer!“ Haben wir nicht gemacht, weil sie vor uns das Bad verlassen hat. „Machen wir umgekehrt, wir brauchen länger zum anziehen! Schreiben Sie doch Ihre Telefonnummer auf und klemmen diese an unseren Bus!“ Als wir beim Fridolin ankamen, hielt das Wischerblatt einen Zettel fest – mit Adresse und Telefonnummer. Ich rufe, nachdem wir zu Abend gegessen haben, gleich mal an!

Seht ihr, so schließt man Freundschaften. Der Kerle macht’s mir vor. Bei ihm sieht das aber auch sehr leicht aus.

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18:48 Uhr – tut mir leid, dass ich die Kommentarfunktion wieder zurückgeändert habe, aber die Smileys waren nicht mehr da.