Schlagwort: Autismus-Spektrum

Zensus

Zensur ist geheime Empfehlung durch öffentliches Verbot. | Dieter Hildebrandt

Ich merke, dass ich mich immer mehr selbst zensiere. Das ist nicht gut. Es macht mich unfrei. Ich habe das Bedürfnis höflich zu sein und möchte durch meine Art und Weise Dinge anzusprechen, niemanden verletzen. Aber wenn die Konsequenz darin besteht, dass ich gar nichts mehr sage, dann ist das, für alle Beteiligten, auch keine Lösung!

eigentlich nicht

Eigentlich wollte ich ja heute gar nichts mehr schreiben – es ist viel zu heiß und mein Töchting kommt aus ihrem Zimmer nicht raus. Sie zieht sich zurück. Sie kann das. Sie macht das, was sie will. Macht ihr Ding, ohne Rücksicht auf andere nehmen zu müssen. Heute ist Sonntag, da kann sie das. Da braucht sie keine Kompromisse machen. Ich beneide sie darum.

Ich stecke in einem Meltdown – noch immer, und das seit mindestens zwei Tagen. Nicht leicht für mich. Nicht leicht für meine Mitmenschen. Sogar äußerst doof für meine Mitmenschen, denn sie bekommen es ab – meine Ausbrüche. Es sind zwar keine Wutausbrüche, wie bei autistischen Kindern. Aber schön ist das gewiss dennoch nicht. Für alle nicht. Mein Adrenalinspiegel geht in die Höhe, der Stresspegel steigt und ich könnte innerlich platzen.

Freitag ist etwas passiert, das mich überfordert hat. Ich habe mich ausgenutzt gefühlt. Was war, tut nicht zur Sache. Nur, dass viel zu viel auf mich eingestürmt ist. Etwas entladen hat es sich gestern. Eine sehr liebe Person hat es zu spüren bekommen. Mir tut das sehr leid, nützt aber nichts. Noch heute bebe ich innerlich. Jetzt auch, wegen der berechtigten Kritik. Wenn ich nicht einen Freiraum für mich finde, dann wird’s schlimm.

An meinen Kindern, seid gewiss, werde ich nichts abladen. Ich brauche Zeit zur Ruhe zu kommen, runterzufahren und ich brauche verständnisvolle Menschen an meiner Seite. Aber, wie soll das gehen, wenn ich jeden vor den Kopf stoße. Dass ich mich zusammenreißen soll, weiß ich selber, nur ist das ein weiterer Overload

Was war zuerst da: Das Huhn oder das Ei?

vergleichen

Vorab – ich schreibe dies ungefiltert und werde vermutlich Kommentare provozieren, die mir schaden wollen. Egal! Ich will auch nicht hören, dass dies hier mein Blog ist und ich hier machen kann, was ich will. Da lasse ich mir sowieso keine Vorschriften machen. Die Gedanken gehen eher dahin, dass keine:r mehr lesen mag, weilˋs als meckern oder jammern ausgelegt werden kann. Mein Selbstbewusstsein ist eh in der Hose.

Schon seit ich denken kann, werde ich verglichen oder vergleiche ich mich mit anderen. Das geht immer schief, weil nichts wirklich gleich ist. Die Voraussetzungen sind anders, die Themen andere und die Menschen dahinter sowieso. Angstbeladene Menschen, wie ich, hegen oft Zweifel überhaupt liebenswert zu sein. Besonders dann, wenn sie auf wohlmeinende Aufmerksamkeiten kratzbürstig reagieren. Mein Bestreben ist es nicht zu polarisieren, aber um meiner selbst Willen, um Authentizität zu wahren, handele ich viel zu oft schroff. Das erschreckt andere, sie deuten meine – für mich Hilferufe – als Forderungen und ziehen sich zurück. Ich fange an zu vergleichen, sehe, dass andere geliebt werden, dass sie glücklich scheinen, ohne Probleme sind und – die Blogs – lieber gelesen werden.

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… neue Seite, da ich unterbrochen wurde.

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