Gedankenchaos

Einsamkeit

Es gibt eine Einsamkeit, die entsteht, obwohl man so selten allein ist. Oder gerade deswegen!

Mein Alltag dreht sich rund um Pflege, Termine und Verantwortung für zwei schwerstmehrfach behinderte Junioren – und dabei verliere ich mich selbst oft aus dem Blick. Ich trage mit meiner großen Liebe zwei Junioren durchs Leben und denke nur im Verborgenen still an meine Traurig- und Einsamkeit.

Liebe ist manchmal schwer!

Trotzdem stehe ich jeden Morgen immer wieder auf, pflege, ver- und umsorge den Kerle und das Töchting und kämpfe für sie. Dieser Mut, diese Kraftanstrengung – ich weiß darum – wird mit Liebe vergolten. Aber an manchen Tagen bin ich dennoch traurig und allein.

Veröffentlicht von piri

✉️ Ihr dürft mir gerne eine E-Mail schreiben. ✉️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mirund meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

4 Gedanken zu „Einsamkeit“

  1. Bianka mit k sagt:

    Fühl dich umarmt, wenn du magst. Hier sitzt jemand, am anderen Ende vom Internet, die das auf ihre Weise nachempfinden kann.

  2. Gerhard sagt:

    Aber hier teilst Du Dich anderen mit, das lindert etwas.

    1. piri sagt:

      Ich spreche nicht nur für mich. Es geht so vielen pflegenden Angehörigen ähnlich, das möchte ich sichtbar machen.
      Dies Alleinsein, zu zweit oder auch noch mit anderen Menschen, die zwar sehen, was man leistet und es dennoch nicht nachvollziehen können, schmerzt sehr!

  3. karfunkelfee sagt:

    Das Sichtbarmachen genau dieser Einsamkeit, die entsteht durch zu wenig Zeit, sich anderen sichtbar zu machen, weil die Liebe ihre Herzenspflicht erfüllt, gelingt Dir sehr gut.

    Liebe Grüße von Amélie

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