Mir geht’s gut! Ich bin voller Bilder einer großen Stadt. Habe noch kein einziges geknipst. Hamburg ist aufregend! Fast wäre ich im Krankenhaus gelandet – aber fast, ist ja nicht.
Kuddelmuddel
der Kran steht still
Die Welt steht still. Nichts geht mehr. Wenn auf einer Baustelle das wichtigste Gerät ausfällt, dann können die Bauarbeiter nach Hause gehen. Gestern war das der Fall. Gestern turnten Kranarbeiter in 30 m Höhe, ohne gesichert zu sein auf dem Ausleger und versuchten das Kabel wieder in die Schiene zu bugsieren. Schon beim Zusehen war mir schwindlig.
Auch meine Maschine läuft gerade überhaupt nicht rund – ich bin es leid, deswegen zu stolpern. Es wird Zeit, dass ich ‚in die Spur komme‘! Noch immer weiß ich nicht, was ich morgen mache. Die Junioren dürfen ausspannen – es sei ihnen von ganzem Herzen gegönnt! Ich möchte auch wegfahren, traue mir aber in meinem momentanen Zustand keine weite Fahrt zu. Auch heute Morgen habe ich nicht nur ein bisschen gespuckt. Mein Körper rebelliert!
Halt die Welt an, stopp die Zeiger der Uhren und gib mir Zeit, zu mir zu kommen – ich muss doch endlich den Ereignissen folgen können und nicht immer nur hinterherlaufen!
Familien und deren Fassaden
Habe heute lange mit einer Frau gesprochen und mich so sehr verstanden gefühlt – sie sprach über sich, ihre Mutter und ihre Geschwister – es war, als ob ich in den Spiegel schaute.
Mir geht es noch nicht besser. Ich war, nach langer Zeit, einmal wieder auf dem Friedhof. MamS ist dort nicht und dennoch wollte ich die Namensbuchstaben berühren und putzen. Es hat sich inhaltslos angefühlt. Wiebke hat recht, die, die wir immer lieben, sind immer bei uns im Herzen!
Meine Geschwister reagieren nicht – ich mache jetzt das, was gut für uns ist!