Alltag, Behinderung

warum

Warum schreibe ich Beiträge, die nicht kommentiert werden können und doch jeder lesen kann?

Ich hätte schon sehr gerne Resonanz auf diese Artikel, aber ich scheue die Kommentare. Ehe etwas kommt, was mich zusätzlich triggert und ich mich rechtfertigen müsste, mache ich lieber dicht. Mehr und mehr ist mir das gesamte Internet ein Schaulaufen geworden, oft nichts-sagende Worthülsen. Sogar in Foren, in denen pflegende Angehörige sich austauschen können, ist der Konkurrenzkampf groß – jede*r hat das schwerste Schicksal zu tragen!

Mir liegt es fern Mitleid zu heischen (mag eine*r das so sehen), ich möchte nur aufzeigen, welche Kräfte manchmal auf mich einwirken. Wie ich alles schaffe ist nicht mal mein Geheimnis – weil ich es selber nicht weiß. Ich möchte meine Gedanken einfach nur loswerden! Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir meine Stärke – und ich sehe meine Kraft als Stärke – als Arroganz ausgelegt wird, ich angegriffen werde und ein Shitstorm aufkommt. Dabei möchte ich allgemein eine Lanze für pflegende Angehörige brechen und aufzeigen, dass die meisten von ihnen Bärenkräfte, einen irren Mut, wenig Unterstützung und kaum Selbstvertrauen haben, weil sie denken: Es müsste noch viel perfekter gehen! 

Veröffentlicht von piri

✉️ Ihr dürft mir gerne eine E-Mail schreiben. ✉️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mirund meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

Ein Gedanke zu „warum“

  1. altesweibsbild sagt:

    Das sich der Ton verändert hat, habe ich auch bemerkt. So ein Trauerspiel, jedes Ranking sollte doch obsolet sein.

    Vieles driftet in eine unangenehme Richtung.

    Ich habe mich damals, aus inzwischen nicht mehr aktuellen Gründen, für die persönliche Freigabe möglicher Kommis entschieden.

    Somit behalte ich mir vor, wofür die Energie reicht, oder ob da etwas ganz entgegen meiner Einstellung einschwebt und was so gar nicht in meinem Sinne ist.

    Rechtfertigen, wofür, du tust, was du tun musst bzw. tun kannst. Niemand steckt in deinen Schuhen, auch wenn es sicher genügend gibt, die ja alles viel besser, anders oder wie auch immer wuppen würden.

    Zitat:
    „Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir meine Stärke – und ich sehe meine Kraft als Stärke – als Arroganz ausgelegt wird, ich angegriffen werde und ein Shitstorm aufkommt.“

    Traurig, sehr traurig und es sagt so viel mehr über missgünstige Schreiberlinge, als über dich.

    Ich habe großen Respekt vor pflegenden Angehörigen und es gibt sicherlich viel wichtigeres, als sich untereinander zu „bekämpfen“, so eine verschwendete Energie.

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