Familie, Gedankenchaos, Junioren, Kuddelmuddel

Wünsche

Heute Abend hätte ich zum Ausklang gerne einen schönen Sonnenuntergang gehabt. Natürlich habe ich ihn wieder verpasst, aber das macht nichts! Der Tag war sowieso gelungen. Wunderbar ausgeglichene Junioren, ein Spaziergang mit Novembersonne und vielen Treckerfahrern, die fast alle zurückgewinkt haben und von denen wir die meisten auch kannten. Das ist der Vorteil auf dem Dorf zu wohnen – meine Junioren sind bekannt wie der bunte Hund.

Durch den Matsch sind wir, an abgeernteten Weinbergen vorbei, den Häckselplatz haben wir links liegen lassen, das Holzlager wurde begutachtet und insgeheim habe ich beschlossen ein bisschen Geld abzuzweigen und welches für den Kamin zu bestellen – schaun wir mal!

Eigentlich wollten wir backen. Uneigentlich werde ich eine Nachtschicht einlegen, um den Teig zu verarbeiten. Draußen sein, war mir wichtiger und die Helferin war eine supergute Schieberin und Freundin.

Kein Sonnenuntergang, dafür eine jetzt schon anfrierende Treppe. Morgen wird es kalt. Macht aber nix, denn alleine mag ich zwei Rollis nicht durch den Spätherbst schieben…

Was gibt es im Fernsehen? Ist doch egal was – ich bin eh zu müde fürs Abendprogramm!

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Wir haben Sonntagskuchen geschenkt bekommen. 

Kuddelmuddel

Was mache ich damit?

Zum neuen Auto, das übrigens nicht nur groß, sondern auch ziemlich kompliziert ist, wenn auch wunderbar, habe ich Gin geschenkt bekommen. So etwas habe ich noch nie getrunken. Alkohol trinke ich sowieso nicht viel! Genießen möchte ich ihn dennoch. Nur mit Eis oder mit Tonic Water? Pur oder als Longdrink? Ach, ich glaube, ich lass ihn erst einmal stehen. Frisst kein Brot und wird nicht schlecht. Vielleicht findet sich eine nette Gelegenheit und ich brauche nicht alleine zu trinken…

Kuddelmuddel

Woanders schlafen

Wenn ich schon nicht verreisen darf, dann schlafe ich eben woanders. Seit einiger Zeit kann ich im Schlafzimmer nicht gut schlafen, weil es mich zu sehr an MamS erinnert. Weil das Zimmer, obwohl ich ein neues Bett habe, für mich immer noch ein Zimmer mit meinem Mann ist. Zum Glück habe ich ein Gästezimmer. Da steht ein schmales Bett, das mich meine Grenzen spüren lässt und in dem ich jetzt schon eine Woche lang schlafe. Schlafe? Ich versuche es.

Carsten hat letztens geklagt, dass er verreisen will, mit mir und seiner Schwester verreisen will. Das würde ich auch gerne – aber, ihr wisst schon. Ich will einfach woanders hin, was anderes sehen, was anderes erleben. Es muss ja nicht Alaska sein, der Bodensee würde mir schon reichen! Ich kenne ein paar Frauen, die setzen sich in den Zug und erkunden ihre Umgebung. Das ist so schön und auch mutig – sie machen diese Exkursionen ganz alleine und genießen das tatsächlich auch. Alleine reisen habe ich noch selten gemacht. Auch, aus dem Gefühl heraus, dass ich gerne meine Junioren dabei hätte.

Woanders schlafen war für mich als Kind schon nicht einfach. Getraut habe ich mich, nur Gelegenheit gab es wenig. Meine Geschwister haben bei Freunden übernachtet, ich mangels Freundschaften – schon damals war ich durch meine soziale Phobie, obwohl ich es da noch nicht benennen konnte, eine Einzelgängerin – ich habe bei meiner Oma im Gräbele geschlafen. Als mein Mann noch lebte, waren wir am Wochenende weg. Auch er wollte immer woanders schlafen. Der Kerle und das Töchting schlafen (!) manchmal mit Matratze im jeweils anderem Zimmer – aber da wird meisten gequatscht ohne Ende.

„Wenn Corona vorbei ist, dann suchen wir uns jemanden, der mitfährt! Okay Mama?“ „Ja Kinder, das tun wir!“