Gedicht

Regentonnenromantik

Mein Nachbar
ohne eine solche
lässt laufen.

Läuft mit Kanne
um Kanne
hinters Haus.

Die Nachbarin
mit eben einem Busch
vor dem Haus.

Sie hat eine
Tonne und den
Deckel dazu.

Beiden Nachbarn
zwitschert der Wein
von Liebe.

Ihnen schenkt er
Wasser und Wein
übern Gartenzaun ein!

©petra ulbrich

Gedicht

Wankelmütig

Manchmal kommt Mut
auch vom Angst haben her.

Manchmal ereilt mich
ein Gedanke, der schmerzt.

Manchmal ist Zeit
eine Ewigkeit lang.

Manchmal ein Ja
und ein Nein.

Manchmal ist’s Wasser
kalt und man springt
trotzdem hinein.

Manchmal ist wollen
Verzicht.

Manchmal ist Kummer
gar keine Pein

– und manchmal
da darf man so sein
wie man ist.

© petra ulbrich

Gedankenchaos, Gedicht

Gedichte und der Hocker

Gedichte reißen nur wenige vom Hocker. Gedichte sind etwas sehr individuelles und wahrscheinlich interpretierbarer, als Krimis! Meine Gedichte kommen aus dem Bauch heraus und sind selten wohlgefeilt und ad  hoc geschrieben. Was heißt, dass die meisten meiner Gedichte innerhalb einer halben Stunde entstehen. Meistens sogar noch nicht einmal handschriftlich – sofort in die Eingabemaske des Dashboard. 

Ich liebe Gedichte, lebe mit ihnen und schreibe trotzdem nicht regelmäßig. Vielleicht sollte ich etwas disziplinierter sein – vielleicht sollte ich grundsätzlich disziplinierter sein und nicht so sprunghaft. Denn so wie mich mein Blog darstellt, so ambivalent, so bin ich tatsächlich auch im wahren Leben. Viele Menschen in meinem Umfeld verwirrt das. Sehr wahrscheinlich verwirrt auch dieses Blog viele Leserinnen. Es ist nicht meine Absicht. Vermutlich polarisiere ich. Das ist – so scheint es mir – nicht immer von Vorteil!