Familie, Junioren, Kuddelmuddel

Sauna


…mit Aufguss! Und dann sind auch noch die kleinen Enkeljungs krank – heute Nachmittag haben beide angefangen zu glühen! Wiebke hat irgendeinen allergischen Hautausschlag am Bauch, Carstens Rücken juckt, die Wunschtochter wird vermutlich auch krank, der Schwiegersohn hat zum Glück Urlaub, ich klebe überall fest und Pfferminztee ist alle …

Dreiundvierviertelhundert Tropfen sind gefallen, weder Eukalyptusaufguss noch irgendwas sonstig erfrischendes, sogar die Gummibärchen, Schaummäuse und Lakritzdrops müssen dringend in die Kühlung, sonst haben wir nur Süßigkeitenbrei …

Wo bleibt mein Hugo, Gin Fizz, kaltes Bier etc. pp.? Die nächste Heißzeit kommt!

Junioren, Kuddelmuddel, Musik

noch mehr Ameisen

… aber diesmal emsig helfende!

Eigentlich war ich sauer, als um 16Uhr die sich vorstellende Helferin nicht gekommen war. „Unzuverlässig!“, so dachte ich. Ich schrieb ihr um viertel nach vier eine Kurznachricht und damit schien der Fall für mich erledigt. Sie antwortete, dass sie halb fünf gedacht hatte und unterwegs sei.

Dann stand sie vor der Tür. Eine kleine unscheinbare Rumänin, scheinbar wenig selbstbewusst – aber sie war da! Ja, und da sie nun mal hier war, habe ich mich mit ihr unterhalten. Und je länger wir sprachen, umso sympathischer wurde J. mir. Carsten hat sich irgendwann zu uns gesellt. Wir redeten von diesem und jenem, von Musik, der deutschen Sprache, derer (! ist wahrscheinlich auch schon falsch) schweren Grammatik, über Gott und Glauben, Kindernamen und deren Bedeutungen. Wir sind zusammen spazieren gegangen. Wiebke ist ein bisschen aufgetaut, Carsten hat ihr Komplimente gemacht und ich habe all meine Vorurteile wegen des Zuspätkommens über Bord geworfen.

Meine Angst, dass sie nichts ist – weil unzuverlässig – hat sich verkrümelt. J. ist einfach eine herzensgute Frau. Gar nicht einfach, eine studierte Gehörlosenlehrerin – also jemand mit sonderpädagogischer Ausbildung. Nach anfänglichen Störungen, denke ich, dass wir einen guten Draht zueinanderfinden können.

Ameisen wird man nicht los – so schrieb Jule im Kommentar – aber vielleicht ist J. ein Gottesgeschenk und ich kann mich mit den kleinen Viechern arrangieren.

Klingt das jetzt kuddelmuddelig und abstrus? Mag sein – im Moment ist es gut so wie es ist.

 

Kuddelmuddel

Bewunderung

… und Hochachtung vor den Junioren!

Besonders Carstens Umgang mit diesen heißen Temperaturen verdient meinen größten Respekt. Natürlich schlaucht auch ihn das Extremsommerwetter, aber er ist zufrieden. Er kann YouTube-Videos gucken, oder Fußball – momentan gibt’s auf SWR-Fernsehen VfB Stuttgart gegen Atlético Madrid – der Kerle schreit, als wäre er im Stadion dabei. Nebenbei rede ich ihm Essen und Trinken in den Mund. Das macht ihn aber nichts, er mümmelt trotzdem wenig bis nichts. „Mir geht’s gut! Mama nerv mich nicht.“

Wiebke sitzt im dunklen Zimmer und hört Schlager. Auch ihr quatsche ich die Ohren voll, dass sie isst und trinkt. Das Töchting ist nicht ganz so mit sich und der Umwelt im reinen, aber ihr geht’s gut. „Ich bin fröhlich, Mama – reicht das nicht?“

Ich habe wieder Gewissensbisse. Hätte ich nicht heute morgen das Planschbecken aufbauen sollen – aber auf der Terrasse ist es brüllendheiß. Hätte ich nicht mit ihnen in den Wald fahren sollen – doch der nächste ist ziemlich hügelig und mit 2Rollis packe ich das nicht. Hätte ich nicht doch noch irgendwo einen Helfer auftreiben können – aber schnitzen kann ich mir keinen. Wir sitzen drinnen! Wir kommen/können nicht raus – mich frustriert das ungemein.

Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. Mark Twain

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Zeit ist wichtig

Zeit miteinander zu haben, diese auch nehmen, zusammen kuscheln und – zufrieden sein!

Manchmal ganz schön schwer!