Alltag, Behinderung, Kuddelmuddel

Warum?

Das dritte warum – merkwürdig, warum gibt es auf solche Fragen keine Antworten? Warum ist es so, dass man nach einer schönen Zeit eher in ein Loch fällt? Warum wollen manche Menschen gar nicht wissen, was wir erlebt haben und reden stattdessen ununterbrochen von sich und ihrem wundervollen anspruchslosen Besuch, der so herrlich unkompliziert ist, aber immer genau passend zu den Mahlzeiten erscheint und kaum ist gegessen, einen langen Spaziergang machen möchte und daher keine Zeit zum helfen hat.

Als mein Kerle von der aufregenden Bahnfahrt mit Hindernissen erzählen will: „Jetzt spielen wir MenschÄrgereDichNicht!“ Nur um gleich wieder in den höchsten Tönen von ihren Großnichten zu schwärmen!

Warum lasse ich das zu? Warum gebe ich immer so schnell klein bei? Warum behaupte ich mich nicht und verteidige die Rede meiner Kinder nicht? Der eine Grund, das zu schlucken ist, dass ich auf diese Frau angewiesen bin. Zudem ist sie treu, sie kommt immer wieder – auch deswegen, weil sie ansonsten niemanden hat, den sie als Fußabtreter nehmen kann! Warum lasse ich das mit mir machen? Gut gehts mir damit nicht!

Kuddelmuddel

keine Fotos

Wir waren zwei Tage am Bodensee.
Es gab sehr viel zu erleben.
In Lindau sahen wir in der Marionettenoper: Die Entführung aus dem Serail.
Haben fein Fisch gegessen.
Sind Schiff gefahren.
Haben ein Abenteuer mit der Deutschen Bahn erlebt.
Sind angegafft worden.
Haben aber auch sehr viele schöne Erlebnisse gehabt.

… nur Bilder habe ich nicht geknipst!

Kuddelmuddel

meine Brille

An meine Brille

Ich wäre glatt verloren,
wärst du nicht stets bei mir.
Du hängst an meinen Ohren
grad so, wie ich an dir.
Ich trag dich, wenn auf Zehen
die Nacht sich niedersenkt.
Dann kann ich besser sehen
den Traum, der mich umfängt.
Und wenn ich einst verschwinde
für immer, bleib bei mir.
Damit ich sicher finde
den Weg zur richt’gen Tür

Heinz Erhardt

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Ohne meine Brille bin ich nichts. Tappe in jedes Fettnäpfchen. Sehe den Dreck nicht und auch nicht die Wasserlachen. Höre nur die Vögel singen. Und dann patsch auch noch die kleine Schokoladenhand darauf. So verschmiert kann ich die Welt ausblenden. Ich setz die Brille ab. Die Schlieren lichten sich, alles verblasst. Ich putze sie. Setz sie wieder auf die Nase. Bunt wird die Welt und hell und klar, so wie sie immer war. Ich seh nichts rosarot, aber auch nicht grau in grau. Ich seh das Leben – meins!