Gedankenchaos

heulend und wütend

Mir ist zum Heulen zumute. Ich bin wütend – und ich habe echte Angst. Angst davor, was dieses Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt für unsere Demokratie bedeutet. Angst um Menschen mit Behinderungen und um alle, die nicht ins Weltbild der AfD passen. Diese Angst kann ich nicht einfach wegschieben. Und ich will nicht schweigen.

Gedankenchaos

Ego

Es scheint, dass ich gerade auf einem Tripp bin, einem Selbstfindungstripp! Manche Menschen nervt das und sie empfinden das als Egozentrik. Tatsächlich ist mir das egal!

Mir geht es darum, mich selbst und die eigene Lebensgeschichte anzunehmen – mit allem, was war, auch mit Fehlern, Verletzungen und Begrenztheiten. Versöhnung bedeutet nicht, Vergangenes gutzuheißen, sondern innerlich Frieden damit zu schließen. Dazu gehört auch, alten Ballast loszulassen, damit Raum für das Jetzt entsteht.

Je älter ich werde, desto wichtiger wird es mir, loszulassen, mich mit mir und anderen zu versöhnen und bewusst im Frieden mit mir selbst und meiner Vergangenheit zu leben.

Gedankenchaos

Abenteuer

Die wahren Abenteuer finden im Alltag statt. Zum Beispiel mit gebrochenem Daumen ein Bett beziehen. Oder dreimal in der Nacht ein Kind aufs Klo setzen, das Blasenentzündung hat. Ohne Murren die Dreckspuren im Eingang putzen. Oder im hintersten Eck des Kellerschranks eine alte Waage finden und feststellen, dass diese noch voll in Schuss ist. Nebenbei die schönen geschliffenen Weingläser der Oma sehen, diese spülen und beim ersten Schluck daraus, sich im Wohnzimmer der Großeltern wähnen und sich erinnern, dass der Opa lieber Frankenwein und die Oma lieber lieblichen Moselwein trank. 

… und dann kommen die Erinnerungen an wunderschöne Enkelzeiten zurück.