schämen

Schämen muss ich mich. Wenn ich am frühen Morgen einen Kommentar schreibe, der vor Fehlern nur so strotzt, dann sollte ich erst einmal wach werden, bevor ich überhaupt etwas mache.

Meine Nacht war wieder viel zu kurz. Ungefähr dreieinhalb Stunden Schlaf. Ich hab nicht gegrübelt, hab ganz interessante Sachen gemacht, habe Podcast gehört: True Crime, etc. pp – auch das hat mich nicht in Morpheus Arme sinken lassen.  Hab mir mitten in der Nacht ein Eis aus dem Gefrierschrank geholt und im Bett geschlemmt. Nur schlafen konnte ich nicht. Ich bin jetzt nicht müde, hab aber überhaupt kein Drive irgendwas zu machen. Außerdem ist meine Konzentration perdu.

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10:40 Uhr – Irgendwann verzeiht man dir deine Eskapaden nicht mehr, das sagt eine ‚nette‘ Freundin.

11:19 Uhr – Ich habe angefangen, Grenzen zu setzen und plötzlich finden mich einige Menschen ‚egoistisch‘.

11:35 Uhr – Es ist nicht in meinen Händen, was andere von mir denken. Es ist in meinen Händen, was ich über mich denke.

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12:19 Uhr – Seht mir nach, dass ich gerade voller Allgemeinplätze bin. Aber nachdem ich inzwischen ziemlich klar weiß, dass ein Großteil meiner Geschwister mit mir und den Junioren nichts zu tun haben möchte – und mich das, erstaunlicherweise, inzwischen herzlich wenig bis gar nicht mehr tangiert –, habe ich beschlossen, endlich das zu sein, was man mir all die Jahre vorgeworfen hat: ein bisschen egoistischer. Es geht mir damit gut, ganz ohne schlechtes Gewissen und ganz sicher nicht mehr auf Kosten meiner eigenen Grenzen.

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

Kategorien: Kuddelmuddel

7 Kommentare

  1. Diesen Endeffekt finde ich erfreulich!

  2. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung.
    Warum dich für Leute verbiegen, die ohnehin nichts (nicht viel) mit dir zu tun haben wollen?
    Das hast du echt nicht nötig.

    Wahrscheinlich wird dir das Leben und die Fürsorge für deine Junioren ab jetzt viel leichter fallen.

    • Ob es einen Glückwunsch nötig war? Es war wichtig, es war so notwendig.
      Mit der Fürsorge meiner Junioren hat’s allerdings wenig zu tun, das habe ich von je her mit sehr viel Liebe gemacht!

  3. Ich nenne es immer, meinen Frieden machen. Egal, ob mit Situationen oder Menschen. Kein Spaziergang und wirklich anstrengend.

    Wenn ich es dann aber, für mich zufriedenstellend, geschafft habe, fühlt es sich wie ein ganz tiefes frisches durchatmen an.

    Selbstfürsorge, denn sonst macht es niemand für mich.

  4. Ja, es hat wirklich was mit inneren Frieden zu tun – wenn ich nicht an mich selbst denke, wer soll es denn dann tun?

  5. Ein gutes Gefühl, oder? Keiner da, der dir ein schlechtes Gefühl gibt, weil du nicht nach seiner Pfeife tanzt.

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