Kuddelmuddel

Wenn, dann

Wenn mir noch einmal jemand vorschreibt, was ich machen soll, zum Beispiel: meine Junioren erziehen, dann fange ich an zu schreien!

Ich frage mich, ob anderen Frauen in meinem Alter auch noch Ratschläge diesbezüglich gegeben werden. Wenn wir gemeinsam spazieren gehen, dann wird mir desöfteren gesagt, dass Carsten und Wiebke ja ganz liebe Kinder sind – in deren Beisein wohlgemerkt. Über ihre Köpfe hinweg. Ist das Respekt? Nur weil sie behindert sind, dürfen sie doch nicht als unmündige Menschen behandelt werden.

Guckt mal in euer Umfeld. Vielleicht gibt es dort auch Menschen, die ihr selber von oben herab behandelt, weil ihr meint, sie bräuchten das, was ihr unter Hilfe versteht.

Hier erwacht das Leben. Die Sonne beginnt zu scheinen. Mein Kaffee ist fertig. Der Kakao von Wiebke auch…

Behinderung, Kuddelmuddel

um sechs Uhr morgens

… nichts zu sagen! Aber warum muss das Töchting so früh schon wieder singen?

Sicher, auch ich stehe gerne beizeiten auf. Aber ich muss ja ein bisschen was tun und würde doch gerne jetzt noch mal eine Runde schlafen.

„Mama, du bist langweilig!“, sagt Carsten, „Mach’s einfach und lass mich liegen!“

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Mich stört bei aller Information zu Corona, dass zwar viel über Altenheime, Schulen und Kindergärten gesprochen wird, dagegen die behinderten Menschen, die Daheim wohnen, anscheinend völlig unter den Tisch fallen. Nachrichten diesbezüglich kommen nur kleckerlesweise, oder man muss sie den Verantwortlichen in Behörden und Werkstätten aus der Nase ziehen.

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… und eigentlich wären die Junioren jetzt auf einer Freizeit am Lago Maggiore!