Kuddelmuddel

Oma

Hat heute meine Oma Geburtstag? Oder war das schon? Irgendwann in diesen Tagen war jedenfalls ihr Tag. Auch der Tag meines Vaters – da aber sein Todestag. Ich vermisse beide. Meine Oma mehr als meinen Vater. Sie war eine sehr wichtige Bezugsperson in meiner Kindheit bis in meine Erwachsenenzeit hinein. Oma hat mich immer ernst genommen. Ihr konnte ich alles erzählen, sie hat zugehört. Sie hat niemals Ratschläge gegeben. Das war so gut. Oma hat Fragen gestellt, ohne neugierig zu sein.

Mir hat gestern Abend auch jemand Fragen gestellt, nachdem ich völlig fertig war. Der Sperrmüll wurde nicht abgeholt. Ein Horrorfilm spulte sich vor meinem inneren Auge ab…
… heute Morgen um halb sieben kam endlich der Müllwagen – ich habe mich schon alles wieder reintragen gesehen! Den Menschen, der mir gestern Abend fragend geholfen hat, hätte ich sehr gerne umarmt. Er – es war ein Mann – hat mich so aufgefangen, wie es meine Oma in meinen Jugendtagen gemacht hat.

Behinderung, Kuddelmuddel

Liebe

Heute Morgen – und es ist für die Junioren noch sehr früher Morgen, sie liegen beide noch selig schlafend in Morpheus Armen – also, bei Tagesanbruch bin ich in deren Zimmer geschlichen, habe mich erst an das eine und dann an das andere Bett gesetzt und habe meine Kinder einfach nur angeguckt! Nur still geguckt. Nichts weiter gemacht. Nur geguckt. 

Ich liebe sie!

Unendlich. Unermesslich. Unermüdlich. Unglaublich. Ohne wenn und aber. Mit Leib und Seele …

… vermutlich sind jetzt beide Betten nass. Ich wollte sie nicht wecken. Sie haben so fest geschlafen. Der Tag ist grau und grieselig – die beste Zeit, um im Bett zu bleiben!

Kuddelmuddel

Bibliothek

Wenn ich jetzt so angefangen hätte, wie ich ursprünglich wollte, wäre der Satz zwar mit der ersten Person angefangen, aber viel weniger verschroben gewesen.  Ich hätte gerne eine Bibliothek, nicht nur ein, zwei, drei bunt durcheinander gewürfeltes Bücherregal. Am liebsten wäre mir eine, die auch noch fein säuberlich nach Autoren, Fachrichtungen, Genres und Epochen geordnet ist. Bei mir steht alles wild durcheinander und ich wundere mich immer wieder, dass eigentlich nur zwei doppelte Bücher vorhanden sind.

Verwundert habe ich auch geguckt, als ich in der ARTE-Mediathek die Miniserie: Das Seil entdeckte. Vor Jahren hatte ich mal einen Roman mit diesem Titel gekauft. Gucken kann ich grad nicht, weil die Serie erstens eine Altersbeschränkung hat und zweitens mich die Junioren keine Stunde am Stück Film schauen lassen. So habe ich noch nicht spicken können. Allerdings sagt mir die Beschreibung, dass das Seil ganz woanders liegt, als im Buch. Jetzt habe ich ins Buch noch mal reingeschaut, lese aber nicht mehr weiter, weil ich wahrscheinlich sonst maßlos enttäuscht bin und meine Erwartungen so gar nicht erfüllt werden. Ab 22:00 Uhr kann ich gucken. Oder sollte ich sagen – könnte! Denn ich bin kurz vor der Tagesschau schon hundemüde.

Was hat das mit dem Wunsch zu tun, eine Bibliothek haben zu wollen? Nichts – ich habe mich nur mal wieder verzettelt. Nebenbei habe ich mir die Haare geschnitten, dem Kerle auch, nur mein Töchting wollte partu keinen Millimeter hergeben …