Kuddelmuddel

wacklige Beine

Diesmal nicht meine, sondern die, des alten Gartentisches! Selbst ist die Frau – unkonventionell, denn nur Schrauben nachziehen hilft schon lange nicht mehr. Das Gewinde ist ausgerissen! Als Tochter eines handwerklich geschickten Vaters, mit einem gut ausgestatteten Werkzeugkasten, darunter auch Montagekleber, habe ich zuallererst einmal die Gewindestangen in die Tischbeine geklebt. Dann reichlich Kleber – viel hilft in diesem Fall auch viel – auf Beine und Holm geschmiert, die Schrauben festgezogen – so gut es geht und jetzt harre ich der Dinge und hoffe, dass meine stümperhafte Reparatur auch hält. Wenigstens ein paar Wochen! Allerallerwenigstens über Ostern!

Doch, ich selbst habe auch wacklige Beine und Kopfweh und schlaflose Nächte. Corona hat zugeschlagen. In der Lebenswerkstatt. Das Töchting klagt über Husten und: „Mama, mir tun die Arme und Beine weh!“  Ein Covidtest, sowie in der Werkstatt und einer daheim war negativ. Der Kerle, der denselben Kontakt hatte, hat keine Symptome. Ich höre allerdings die Flöhe husten. 

Husten, husten kann auch ich mal wieder besonders gut. Heuschnupfen und Asthma, mein leidiges Thema! Aber lassen wir das. Wenn sich alte Leute über Krankheiten unterhalten, mag ich das nicht… 

Kuddelmuddel

wie ist das eigentlich mit gar nicht?

Gelernt habe ich: gar nicht, wird gar nie zusammengeschrieben!  Ich gebrauche das sowieso selten, weil es Garnichts bei mir nicht gibt. Es ist schon verrückt, das eine Wort wird auseinandergeschrieben und wenn ich es zusammenschreibe, kreidet es mir die Rechtschreibkorrektur von WortPress nicht an und beim Substantiv zeigt es einen Fehler. Versteh einer die Welt!

Die Welt – hat nicht jede*r seine/ihre andere? Aber ich sehe, dass nicht nur meine aus den Fugen geraten ist. Der Frühling ist da, wir sitzen  mit älteren Helfern auf der Terrasse – ein vorgezogener Osterkaffeenachmittag. Es wird nicht über den Krieg gesprochen und gar nicht über Corona. Sie sitzen im Sonnenschein, essen Kuchen und reden. Die Junioren sitzen dabei und hören zu. Sie reden übers Wetter, ihre Krankheiten, darüber, dass es schön ist, endlich wieder draußen sein zu können und wann und wie oft sie zum Arzt gehen. Ich bin froh, Gastgeberin zu sein – so kann ich mich nicht richtig am Gespräch beteiligen. Die Menschen am Tisch sind zufrieden. Denen geht’s gut. Das freut mich. Auch der Kerle ist glücklich, zwar müde, aber er hält sich tapfer auf dem Rollstuhl. Das Töchting strahlt den älteren Mann an, beim MenschÄrgereDichNicht-Spiel gewinnt sie haushoch.

Mir geht’s gar nicht mal so schlecht…