Mir ist so gar nicht weihnachtlich zumute. Wenn jetzt noch irgendjemand sagt: „Mach das Beste draus!“, fange ich an zu schreien. Diese Pandemie bringt mich an den Rand meiner Grenzen. Aber ich wiederhole mich ständig und immer. Wenn denn wenigsten jemand da wäre, mit dem ich reden könnte, nicht nur daherreden, sondern auch Quatsch machen, Ängste bereden. Was nun zu tun ist. Ob ich die Junioren in die Werkstatt schicken, oder lieber daheim lassen soll?
Manche Helferin kommt nicht, weil sie uns nicht gefährden will, sie hat beruflich sehr viele verschiedene Kontakte. Eine andere Besucherin geht mir einfach auf den Keks. Sie ist sehr allein und freut sich uns zu helfen. Sie kommt, spielt und vertreibt uns und sich die Zeit. Das ist gut! Dennoch bin ich genervt. Sie unterbricht die Eintönigkeit nicht, sie verstärkt sie. Kommunikation ist eine Einbahnstraße. Ich trage nichts dazu bei, weil wir in Parallelwelten leben.
Es ist halb acht am Morgen. Die Junioren schlafen. Wir haben eine warme Wohnung, genug zu essen und sind nicht infiziert. Ich bin nicht arm, fühle mich nur alleingelassen. Was habe ich für ein Luxusprobleme? Entschuldigt mein Kuddelmuddelgedankenchaos!