Was bin ich faul! Ich will mich nicht dran gewöhnen, macht mir keinen Spaß, wollte eigentlich heute ein halbes Stündchen nach dem Aufstehen durch die Weinberge schleichen.
Das Pflaster juckt, der Venenzugang ist frei durchgängig. Auch wenn ich Linkshänderin bin, so ist es ein Geduldsspiel den rechten Arm allein mit Mullbinde zu umwickeln. Irgendwie fehlt eine Hand und die Pastorenfreundin hat signalisiert, dass sie mir diesbezüglich nicht helfen wird. Ich mag sie, aber sie ist schon sehr speziell! Wurschtel ich mich halt selber durch!
Mein Magen muckt. Das viele Antibiotika und meine Vorliebe für Milchprodukte mögen sich nicht. Mein Weg wird in die Apotheke führen und irgendwas probiotisches für Darm und so weiter… Darauf habe ich keine Lust. So diszipliniert, wie ich mit der Antibiose bin, so nachlässig bin ich mit Dingen, die ich nicht einsehe. Kann mein Körper das nicht selber regulären?
Den Junioren geht’s gut. Allerdings werden sie zu Schlafmützen erzogen. Sie gehen nur nachmittags vier Stunden arbeiten und stehen erst um halb zehn morgens auf und gehen abends viel zu früh um kurz vor oder nach acht ins Bett – das finde ich nicht gut! Aber ansonsten sind sie gut drauf, sie haben auch Heimweh und inzwischen sogar ein bisschen Langeweile!
Macht’s gut heute.