Die Krankenhaustage haben mich geschlaucht. Das merke ich erst jetzt am Sonntagabend. Emotional, physisch, psychisch und überhaupt! All dies alleine zu verarbeiten, übersteigt nun doch meine Kräfte. Ich habe sehr wenig Zeit für meine eigene Erholung gehabt. Hilfe, um die ich gerufen habe, kam nicht. Ich habe nicht als Mensch versagt – das weiß ich – es sind die Rahmenbedingungen, die es so schwer machen, das Leben einfach zu meistern.
Nach außen sind die Junioren charmante, liebenswerte Menschen, nach innen auch. Aber sie haben Eigenschaften, die Fremde süß finden und die mich granatenmäßig nerven. Sprüche, die ich teilweise schon seit Jahrzehnten höre und die einen Triggerpunkt bei mir setzen, der meinen Puls in die Höhe schnellen lässt. „Hör doch einfach nicht hin!“ Das ist leicht gesagt und schwer getan.
Seit zwei Stunden predige ich, dass sie etwas trinken sollen – seit zwei Stunden gegen die Wand. Mein Limit für heute ist überschritten.
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… und dann bringen mich Flüchtigkeitsschreibfehler zusätzlich aus dem Gleichgewicht!
12. Oktober 2025 21:55 — 21:55
Du warst ja nebenbei auch noch Patient. Dann die Verantwortung für euch alle drei. Das steckt man nicht so einfach weg.
12. Oktober 2025 22:34 — 22:34
Liebe Piri, dein „am Limit“ klingt nicht nur nach Erschöpfung, sondern auch nach Wahrheit. Du hast längst erkannt, wo Schluss ist – und bleibst trotzdem im Raum, weil keiner sonst tut, was getan werden muss.
Gut, dass du erkennst, dass es die Umstände sind – nicht du. Ich wünsche dir, dass die kommende Woche etwas leichter wird und du wenigstens ein bisschen Unterstützung bekommst.
13. Oktober 2025 1:26 — 01:26
Och. Mein langer Text ist weg.
Schaffe ich nicht noch einmal zu schreiben.
Aber, ich habe Dich gelesen.
Verstehe einiges von dem, was Du erzählst.
Als Mensch, der nicht 24/7 anwesend ist (sei es als Professionelle oder aus anderen Gründen) kann man vieles anders, leichter (?) nehmen.
Die Liebe, die Du gibst und lebst, ist aus Deinen Texten spürbar!
Eigentlich bräuchte man nach einem Krankenhausaufenthalt erst einmal Zeit. Diese Blaupause hast Du nicht.
Ich wünsche Dir eine hoffentlich erholsame Nacht und sende Dir viele Grüße!
13. Oktober 2025 1:27 — 01:27
Ist es jetzt technisch bei Dir so eingestellt, dass man seinen Kommentar nicht mehr lesen kann? Ich frage einfach, weil es vor kurzem noch anders war.
13. Oktober 2025 5:26 — 05:26
Liebe M. – K.! Du kannst doch beim tippen hoffentlich dein Schreiben lesen? Und wenn du ihn abgeschickt hast auch? Ich muss den Kommentar freischalten, weil ich so viel Spam bekommen habe. Es ist ein wenig anders, aber komplizierter?
Dass dein langer Text verschwunden ist, das ist sehr schade. Ich danke dir für den vorherigen Kommentar. Ja, ich bin einfach zu nah dran und Krankenhaus, noch dazu im gleichen Zimmer, ohne wirkliche Unterstützung und selbst als Patientin war wohl doch ein bisschen heavy. Aber anders wäre es nicht gegangen!
13. Oktober 2025 10:11 — 10:11
Gute Morgen liebe piri!
Du schreibst in der vorherigen Antwort an M. -K. „Aber anders wäre es nicht gegangen!“ Hast du denn (ich habe ja nicht alles hier in deinem Blog auf dem „Schirm“) jemals eine Kur gehabt, die ausschließlich dir alleine… eine Auszeit von all den körperlichen Anstrengungen, die du alleine bewältigen musst? Wenn nicht, würdest du sie antreten? Deine Junioren sind erwachsen und könnten anderweitig betreut werden, während du nur für dich „sorgst“. Verzeih, wenn ich nicht alles weiß.
Herzlichst
Anne
13. Oktober 2025 18:52 — 18:52
Die Antwort wird ein eigener Beitrag werden. Versprochen! In den nächsten Tagen.
13. Oktober 2025 20:12 — 20:12
Ich kann M. – K. nur zustimmen:
„Eigentlich bräuchte man nach einem Krankenhausaufenthalt erst einmal Zeit.“
Weswegen ich nach meinen Krankenhausaufenthalten auch immer noch ein paar Tage zu Hause krank geschrieben war.
Bei dir ist eine derartige „Nacherholung“ leider nicht möglich.
Fühl dich einfach nur von mir gedrückt.