Behinderung, Kuddelmuddel

gestrichen

Ich habe gerade sowas die Nase von gestrichen voll, voller geht gar nicht mehr. Von ganz Vielem, auch vom Bloggen. Aber vor allem davon, dass ich für Carstens Essproblematik niemanden finde, der mir bzw. uns helfen kann/will! Der Kerle kotzt und wird immer weniger, meine Nerven liegen blank und dann kommen blöde Sprüche – auch von Ärzten, bei denen ich hoffte ein offenes Ohr zu finden, dass das Problem ja nicht so groß wäre, wenn ich mich jetzt an sie wenden würde. Ja, es wird mir sogar am Telefon unterstellt, dass ich sie verars..en wollte, wenn ich sage, dass Carsten bei einer Körpergröße von einem Meter ca. 11 kg wiegt. Das würde gar nicht gehen und ich sollte noch mal nachmessen bzw. wiegen.

Bei einem medizinischen Zentrum für behinderte Menschen wurde mir gesagt, als ich einer Ärztin dort die Essensproblematik schildern wolle – ich kam gar nicht zu Wort – dass Carsten in eine psychiatrische Klinik sollte. Diese Diagnose, ohne den Kerle zu kennen! Ich bin in Rage und Gnade dem Gott, der oder die mir heute noch einmal nicht zuhört und klammheimlich das Thema wechselt, weil es für diese Person belastend sein könnte.

Außerdem wird heute ein Freund am Kopf operiert – der Tumor ist zurück!

Carsten kotzt sich die Seele aus dem Leib und ich kann gar nicht genug heulen. Eigentlich möchte ich sagen: Lasst mich doch alle in Ruhe! Uneigentlich möchte ich dringend in  den Arm genommen werden und jemanden an meiner Seite haben, mit dem ich meine Probleme zielführend – sprich: Carsten helfend – bereden und angehen kann. Aber anscheinend suche ich die eierlegende Wollmilchsau – das jedenfalls hat mir die nette Dame vom Sozialdienst meiner Krankenkasse vorgeworfen!

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Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

3 Gedanken zu „gestrichen“

  1. M. - K. sagt:

    Bin nicht sicher, ob Du eine Antwort haben magst oder lieber still gelesen gut wäre.
    Ich kann nur über das bei Dir lesen spüren und empfinden, wie groß die Sorgen um Carsten sein müssen und wie entsetzlich es ist, damit nicht ernst genommen zu werden.
    Ja, wenn Menschen hilflos werden, sagen sie manchmal ungerechte Dinge.
    Hilfe, echte Hilfe, ist ein Recht, nichts, wofür man etwas leisten müsste (außer, diese anzunehmen, wenn sie geboten wird) oder was “viel zu viel verlangt wäre” – das mag die Hilflosigkeit sein oder aber auch das tatsächlich nicht verstehen.
    Ich kann nichts tun, was Dir oder Carsten hilft, aber ich nehme Dich wahr. Vielleicht ist das auch etwas.

    1. piri ulbrich sagt:

      Dein Kommentar ist gut so, wie er ist. Danke dafür!

  2. christine b sagt:

    gelesen und mitgefühlt.

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