Behinderung, Familie

mit Geld jonglieren

Ich jongliere mit Summen, da schlackert es einen nur so herum. Für 10 Tage Freizeit sind pro Junior*in ca. 1800 € (also insgesamt 3600€) zu bezahlen. Einen Teil zahlt die Verhinderungspflege, der große Rest geht von meinem Konto. Die Auszeit und der Urlaub ist mir das Geld wert – nur darf ich dann woanders sparen. 

Wenn es nach dem Kerle und dem Töchting ginge, dann würden beide in diesem Jahr gerne noch einmal wegfahren. Eigentlich habe ich nichts dagegen, ich gönne ihnen jede Auszeit von Herzen. Wenigstens beginnen nächste Woche endlich wieder Bandproben und hoffentlich gibts mal wieder einen Gig!

Veröffentlicht von piri

Ich danke fürs lesen. Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank! ✨ Bitte nichts kopieren und mein Urheberrecht berücksichtigen. ✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

9 Gedanken zu „mit Geld jonglieren“

  1. C Stern sagt:

    Ich frage mich ja immer, wie weltfern müssen Verantwortliche sein, um SOLCHE Kosten zu errechnen? Selbst, wenn es Zuschüsse gibt, der große Rest verbleibt zur Zahlung durch Eltern. Wie soll sich das ein alleinverdienender Mensch leisten können, wie soll sich das eine Familie leisten können?
    1800 Euro / Pers. für 10 Tage, das ist ein sehr stolzer Preis, Kopfschüttel.

    PS: Hurra, das gewohnte Kommentar-Feld ist wieder da 🙂

    1. piri sagt:

      Der Preis ist angemessen, aber die Zuschüsse könnten mehr sein. Die Junioren brauchen eine eins zu eins Betreuung und das ist eben nicht billig.

      1. C Stern sagt:

        Viele Mütter betreuen ihre Kinder auch intensivst, wird ihnen diese Arbeit vom Staat jemals in dieser Weise angerechnet? Als Absicherung ihres Lebensabends beispielsweise?
        Ich habe viele 1:1-Betreuungen aus allernächster Nähe miterlebt und war oft sehr baff, wieviel dafür verrechnet werden darf … Ich bleibe dabei, solche Kosten zu hinterfragen! Selbst, wenn Zuschüsse notwendigerweise erhöht würden.

        1. piri sagt:

          Da haben wir doch die Krux! Soziale Arbeit sollte auch für Beschäftigte ausreichen zum Leben. Der Preis stimmt – aber die Gelder sollten von den Managern nicht so hoch sein. Gerechtigkeit in allen Lebenslagen.

  2. alicemakeachoice sagt:

    Ja, der Preis ist angemessen, doch es ist wichtig, dass niemand pleite geht, um das zu ermöglichen.

    1. piri sagt:

      Es ist auch eine Frage der Wertschätzung! Und das äußert sich halt über den Preis. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter machen das gerne, aber sie sollten auch angemessen bezahlt werden.

      1. alicemakeachoice sagt:

        Ja, da bin ich ganz bei dir. Wertschätzung ist wichtig in jedem Job…

  3. M. - K. sagt:

    Ich freue mich, dass Du den beiden die Freizeit ermöglichst!
    Es ist so viel wert, andere, gute Eindrücke zu erleben!
    Die Summe( n), ja, wenn man sie nicht gewöhnt ist, dann wirken sie unglaublich viel. Aber Betreuung hat seinen Preis. Ich bin ganz bei Dir, der Preis für die Begleitung ist okay, aber was von der Pflegekasse kommt, ist einfach zu wenig dafür!
    Deshalb finde ich es toll, dass Du es trotzdem ermöglichen kannst!
    Ich sende Dir liebe Grüße, bei uns hat es endlich geregnet, jetzt brennen die Kerzen. Hab einen ruhigen Abend!

    1. piri sagt:

      Wie ich schon schrieb: Wertschätzung! Und die Wertschätzung von behinderten Menschen sollte im Allgemeinen ein wenig mehr steigen und die, der Großverdiener deswegen nicht sinken. Aber sie könnten gerne mehr abgeben. Es tut vielen von denen nicht weh.

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