Behinderung

Ableismus

Der Kerle ist im Krankenhaus sehr ableistisch behandelt worden. Der Arzt hat über des Kerles Kopf mit mir gesprochen. Als ich ihm sagte, dass der Patient mein Sohn sei, hat er doch gesagt: „Er kann mir doch keine Anamnese geben?“ Dieser Arzt hat nicht einmal ansatzweise versucht mit C. zu reden! Ein junger (ausländischer*) Arzt. Ich bin entsetzt! 

∙∙∙∙∙

*passiert aber auch mit jeder anderen Staatsangehörigkeit

Veröffentlicht von piri

✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ✨ Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank!

20 Gedanken zu „Ableismus“

    1. piri sagt:

      Blöd und dumm!

      1. whatsername?! sagt:

        Haben auch mit Vorurteilen zu kämpfen, da der Vater meines Kindes Ausländer ist… aber das trifft ja den Nagel auf den Kopf ‍♀️
        Ich wünsche Euch, dass ihr beim nächsten Mal an offenere und einfühlsamere Ärzte geratet ❣

        1. piri sagt:

          Mist ist das, gell?

  1. whatsername?! sagt:

    Der Smiley funktioniert hier irgendwie nicht. Soll die Hand vor den Kopf schlagen bedeuten

    1. piri sagt:

      Bin Asperger-Autistin, kann eh nichts mit Smileys anfangen.

      1. whatsername?! sagt:

        Achja, dann passt hoffentlich meine wörtliche Beschreibung 🙂

        1. piri sagt:

          Alles gut…

      2. Margrit sagt:

        Ah, guter Hinweis, wieder was gelernt.

        Ansonsten natürlich großer Mist, ausgerechnet zur bevorstehenden Kur. Drücke euch alle Daumen!

        1. piri sagt:

          Passt schon, sind noch 11 Tage!

  2. Syntaxia sagt:

    Das ist wirklich nicht in Ordnung. Ich mochte es auch nie, wenn im Beisein meiner Patienten (neurologisch Erkrankte oder mit Behinderung) über sie in der dritten Person gesprochen wurde. Das grenzt die Betroffenen unnötig aus!
    Euch dreien wünsche ich eine ganz rasche und richtig gute Genesung!!

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

    1. whatsername?! sagt:

      Selbst Kinderärzte sprechen die Kinder direkt an. Auch schon mit ein paar Monaten. Da ist das selbstverständlich. Aber wo ist der (geistige) Unterschied zu vorallem körperlich behinderten Erwachsenen?
      Ich könnte mich endlos aufregen…

      1. piri sagt:

        Gerade behinderten Menschen gegenüber – und wenn sie auch noch so besonders aussehen, wie mein Sohn – wird gerne abgesprochen, dass sie für sich selbst reden können.

        1. whatsername?! sagt:

          Ich wünsche euch verständnisvollere Ärzte!
          (Umarmung falls gewünscht und Kuss-Smiley)

          1. piri sagt:

            Unser Hausarzt ist wunderbar und ein Freund der Junioren!

  3. Syntaxia sagt:

    @whatsername?!
    Ja, ich habe es oft genug auch von Eltern erlebt, dass diese so sprachen – sehr befremdlich und für die Betroffenen oft auch eine sprachliche Hürde.
    Wenn immer in der dritten Person gesprochen wird, kann ein Kind mit sprachlicher Einschränkung unter Umständen die Ich-Form, Du-Form nicht gut lernen.
    Bei älteren Kindern oder Erwachsenen Personen ist es verletzend, finde ich. Ich möchte auch nicht, dass man über mich hinweg spricht!
    Ich habe das stets den Personen auch rückgemeldet!
    Ähnlich wie die Krankenschwester, die sagt: So nun wollen wir schön zu Abend essen (ins Bett gehen, uns waschen…), der Patient sollte, falls er kann fragen, ob sie denn auch ins Bett gehe…zu Abend esse etc…Immerhin spricht sie von „wir“. Das setzt den Gesprächspartner in meinen Augen herab und gehört sich nicht!

    Friedliche Grüße in de Leserunde,
    Syntaxia

    1. whatsername?! sagt:

      Also meiner hat ab circa 2 Jahren ich und du differenzieren können und hat sich gefreut, dementsprechend angesprochen zu werden. Aber das ist sicherlich individuell.
      Was du zu Krankenpfleger sagst ist durchaus richtig! Da wird garnicht auf den jeweiligen Patienten eingegangen.

      1. piri sagt:

        Der Kerle hat einmal zu einem despotischen Werkstattleiter – der zum Glück kurz darauf in den Ruhestand ging – gesagt: „Wenn du du zu mir sagst, dann sage ich auch du zu dir!“ Ich war so stolz auf meinen Sohn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.