Behinderung, Bücher, Gedanken, Kuddelmuddel

mach nicht so viel Bohei

Das möchte ich ganz vielen Leuten sagen. Sie reden um des Redens willen. Erst vor kurzem wieder habe ich mit einer gesprochen, die mindestens 25 Sätze gequasselt hat – das alles hätte man in zweien auch sagen können!

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Selber verzettele ich mich in einem neuen Programm und merke, dass ich ganz schön aus der Übung bin. Gegenüber rückt die Feuerwehr mit lautem Getöse aus. In der Dreißiger Zone karachern die freiwilligen Helfer auf den Parkplatz. Mir wird immer schwummrig, denn wenn sie mehr als mit einem Fahrzeug ausrücken, ist meistens auf der nahegelegenen Autobahn ein Unfall passiert. Die Pastorenfreundin hat gestern meine Junioren erzogen  – das behagt mir nicht. Auch wenn Carsten und später dann Wiebke ein babyhaftes Verhalten an den Tag gelegt hat, so kann und darf sie zwar sagen, dass ihr das nicht gefällt, aber erzogen werden brauchen weder der Kerle noch das Töchting von ihr – dieser Zug ist abgefahren! Mein Garten verwildert und ich schaffe es nicht dem Unkraut Einhalt zu gebieten. Aber das ist nichts neues – mich durchzusetzen fällt mir generell schwer …

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Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas in den imaginären Hut werfen. Herzlichen Dank! Der Lesestoff des Kerle ist ausgelesen. Wir suchen dringend Anregungen. Wisst ihr ein witziges Buch für Kinder, in dem es nicht um Schule geht? Oder ihr kommentiert mal, denn viel lieber als alle Likes der Welt, mag ich echte Kommentare!

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

11 Gedanken zu „mach nicht so viel Bohei“

  1. dergl sagt:

    Ein witziges Buch für Kinder wüsste ich auf Anhieb nicht.

    Mir käme was anderes in den Sinn, wenn es partout nicht passt oder du findest, dass ich blödes Zeug rede, einfach ignorieren: Ich weiß, Carsten versteht nicht alles, aber Carsten hat doch so weit ich mich erinnere an vielem Interesse und kann sich im Rahmen seiner Fähigkeiten damit auseinandersetzen. (Das kann sich natürlich geändert haben.) Kennt ihr die Känguru-Bücher von Marc-Uwe Kling? Auch wenn man den politischen Subtext nicht versteht sind die ganz witzig und die einzelnen Geschichten sind recht kurz, vielleicht macht ihm das Spaß. Auf Youtube gibt es einzelne Kapitel vorgelesen, vielleicht mal austesten, wie ihm das gefällt. Wobei ich nicht weiß ob es da eine Großdruckausgabe, eine größeren Zeilenabständen oder so gibt, je nachdem was Carsten braucht. Kling soll auch lustige Kinderbücher geschrieben haben, ich sage “soll”, weil ich sie nicht kenne, da also keine Wertung vornehmen kann. Was mit einer Oma, die das Internet kaputt gemacht hat, zum Beispiel. Youtube könnte Trailer haben. Vielleicht findest du da etwas, das passt.

    Wie gesagt, wenn ich nun schlaugequatscht haben sollte, einfach ignorieren. Es war keine Absicht.

    1. piri ulbrich sagt:

      Danke für den Tipp! Aber ich mag den Kling nicht, habe mal in einen Trailer des Films geklickt und fand das dermaßen blödalbern, dass es mir die Schuhe ausgezogen hat. Martin Muser mögen wir: Kannawoniwasein gibts jetzt dreibändig. Lustig und “kind”gerecht!

      1. dergl sagt:

        Das, was da als Film aus dem Känguru gemacht wurde, mag ich auch nicht. Das ganze wirkt nach einer Minute Trailer schon auf mich, als würde ich es nicht lustig finden, sondern mir dieses Tier einfach nur auf den Nerv gehen. Es ist ja häufiger so, dass Filme zu Büchern die Charaktere und Geschichten ganz anders herüberbringen oder wirken lassen, als man sie im Buch wahrgenommen hat. Trotzdem gebe ich zu, ich dachte Das muss doch niveauvoller gehen, wahrscheinlich bringt die Art wie das filmisch fürs Kino umgestzt wurde aber das meiste Geld (vielleicht nicht unbedingt für Kling, weiß ich nicht). Aber ich bin auch nicht die Zielgruppe. Gelesen mag ich es, aber auch nicht immer. Ich habe gestern “QualityLand” bekommen, auch Kling, das ist schon anspruchsvoller und das mochte ich, nachdem mir jemand daraus vorgelesen hat.

        Was mir noch einfällt, wenn du weiter oder irgendwann wieder mal etwas suchst: Tanja Kollodzieydski (deren Nachnamen ich hoffentlich richtig geschrieben habe) hat für Die Neue Norm mal Kinderbücher mit behinderten Charakteren rezensiert, vielleicht ist da auch noch was bei oder die weiß was. Die beschäftigt sich da beruflich mit.

        Martin Muser kannte ich nicht. Ich nehme das mal als Tipp für das Kind mit, vielen Dank. Dessen Lesepräferenzen bewegen sich altersbedingt mittlerweile von typischen Kinderbüchern weg, aber vielleicht ist das trotzdem mal was für ihn und man weiß hier nie, wann wegen Coronafällen wieder Schulen geschlossen werden. In dem Fall hätte ich dann zumindest eine Idee, womit ich ihn beschäftigen kann. (Wenn die Schulen zu sind, ist er den ganzen Tag hier, nicht nur nachmittags zu den Hausaufgaben.)

        Vielleicht noch Renate Bergmann? Ist auch irgendwo albern und teils sehr überzogen und man muss diese Kunstfigur mögen, weil sie schon recht klischeehaft ist. Ich, die nicht so viel von ihren Omas hatte, weil die eine in einem ganz anderen Bundesland wohnte und ich die andere ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr besuchen konnte, finde das zeitweise und situationsweise entspannend. Muss man aber mögen.

        1. piri ulbrich sagt:

          Renate Bergmann – nee, bestimmt nicht! Damit kann Carsten nichts anfangen. Seine Omas waren übrigens beide ganz anders – aber viel kenne ich nicht von dieser Figur!

  2. freiedenkerin sagt:

    Mein Lesetipp wäre: “Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen” von Gudrun Sketting. Dieses Jugendbuch hat mich als Mitsechzigerin sehr begeistert, es ist liebenswert und mit viel Augenzwinkern geschrieben, und ich habe oft beim Lesen herzlich gelacht.
    Liebe Grüße!

    1. piri ulbrich sagt:

      Dankeschön! Das schaue ich mir mal an und frage Carsten, denn für ihn ist es ja!

  3. dergl sagt:

    Mir ist noch etwas eingefallen, piri, ich habe allerdings keine Ahnung, ob das für dich oder Carsten passt, habs auch selbst noch nicht gelesen: “Lisa und Lio” von Daniela Schreiter wird im Moment wohl ziemlich gern genommen und soll lustig sein (weiß ich nicht). Die Protagonistin ist Autistin und erklärt wohl auch wie sie Dinge wahrnimmt, ich weiß nicht, ob das für Carsten etwas ist. (Frau Schreiter ist Autistin.) Richtet sich an ab 10 Jahre und es geht darum, dass Lisa einen “Alien-Fuchs” trifft und sich mit ihm anfreundet.

    1. piri ulbrich sagt:

      Das ist ein Grafic Novel und so etwas ist nicht gut vorzulesen und da Carsten schlecht sieht, ist das leider nichts für ihn. Ich habe was gefunden: Das Abrakadabra der Fische von Simon van der Geest. Hat sich Carsten selber ausgesucht!

      1. dergl sagt:

        Das es sich um ein Graphic Novel handelt wusste ich (sie macht halt Comics), aber mir war nicht klar, dass das für Carsten problematisch ist. Ich kann mich noch erinnern, dass er nicht gut sieht, aber ich wusste nicht, dass das für ihn schon unangenehm oder problematisch oder stressig ist. “Das Abrakadabra der Fische” hingegen klingt interessant, soweit ich nach kurzer Suchmaschinenrecherche sagen kann, er hat also scheinbar einen guten Geschmack was Literatur betrifft!

  4. Sonja sagt:

    Meinen Schülern habe ich oft vorgelesen. Sie mochten sehr die Bücher von Andreas Steinhöfel. Vielleicht findet sich da was!
    Gruß von Sonja

    1. piri ulbrich sagt:

      Die Rico-Bücher mochte Carsten nicht. Dafür Anders gerne und Mein Bruder und ich war wieder „etwas sehr langweilig!“

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