Kategorie: Gedankenchaos

Frage

Wieder mal Pflege-von-Angehörigen-Gedöns. Müsst ihr nicht lesen – betrifft euch ja nicht. Oder doch?

Woran erkennst du, dass du erschöpft bist?

Nicht an Tränen. Nicht am lauten Schmerz. Sondern an diesen 3 leisen Anzeichen:

1. „Du funktionierst einfach.“ Aber wenn du genauer hinhörst, steckt dahinter: Ich fühle kaum noch etwas.

2. Auf die Frage „Was brauchst du gerade?“ kommt ein langes Schweigen. Nicht, weil du nichts sagen willst, sondern weil du es wirklich nicht weißt.

3. Du lächelst, während du vom Schmerz erzählst. Nicht, weil es leicht ist, sondern weil du gelernt hast, dass du nur geliebt wirst, wenn du nicht zur Last fällst. Erschöpfung zeigt sich oft nicht laut. Sondern still. Am leeren Blick. An müden Sätzen. An einem anwesenden Körper. Aber, da ist eine Seele, die längst auf dem Rückzug ist.

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unbekümmert

Da möchte ich über so viel schreiben:

  • über Unbekümmertheit
  • über die Bubble, in der ich (fest)stecke
  • über den Herbst mit dem wunderbaren Licht
  • dem Morgennebel und die Spinnweben
  • über gutes Heilfleisch
  • über Stress und Entspannung
  • über Pläne, die Pläne bleiben dürfen
  • über Wunder
  • und über die Angst vor der Angst, die sich nicht fortjagen lässt

 

Ich habe Schiss vor Reaktionen und überlege ernsthaft die Kommentarfunktion abzuschalten. „Man kann auch etwas zerreden.“, habe ich geschrieben und ich tendiere dazu. Nicht nur ich!

Aber Kommentare sind schön, bereichern einen Blog. Es sollen nicht nur Lobhudeleien sein. Hier soll kein Fanklub entstehen, wie mir vorgeworfen wurde.

Ein Buch von Paul Watzlawick liegt vor mir auf dem Tisch. Nicht »Die Anleitung zum Unglücklichsein« – auch das habe ich, sogar mit einer Widmung – ein anderes, übers Anderssein. Ein Wegweiser! Auch für mich?

Vorerst – und wahrscheinlich sowieso – bleibt die Kommentarfunktion. 

… und dann

Die Dinge, die mich am tiefsten getroffen haben, wurden mir immer im Spaß gesagt.

Gefühle entstehen, während wir vor uns hin leben und mit Eindrücken überflutet werden, und sie sind genauso individuell wie unser Fingerabdruck. Unsere Gefühle machen uns zu den liebenswerten Menschen, die wir sind. Und selbst wenn sie manchmal für unser Umfeld (und uns natürlich auch) anstrengend sind, gibt es niemals einen Grund, dass wir uns für sie schämen. Jedes Gefühl hat einen Sinn – und wenn es ein Schamgefühl ist, das uns zeigt, dass wir mehr Selbstvertrauen brauchen .

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