Familie, Fragen, Gedanken

kalt – Schafskälte

Vielleicht wird mit der Zeit so manches vielleichter!*

Es ist kalt geworden. Ich erinnere mich, dass immer wieder Schafskälte am Geburtstag meiner Mutter war. Wir drei frieren sehr schnell und jetzt, da Wiebke krank ist, geht mir auch das an die Nieren. Dem Kerle war gestern der Auftakt zur Fußball-EM ein innerer Vorbeimarsch. Er war total happy, auch noch um halb eins in der Nacht. Meinen Schrei deswegen hat man sicherlich auf der Straße gehört. Okay, er kann heute ausschlafen. Bei der Kälte und dem Regen können wir sowieso nichts tun. Helfer sind aus triftigen Gründen verhindert.

Vorsicht ich möchte nicht, dass ihr weiterlest wenn euch das nervt. In mir brodelt die große Angst! Es gibt keinen ersichtlichen benennbaren Grund und somit kann ich nur die Symptome schildern: Atemnot nach dem Aufwachen, mit Übelkeit und Husten am Rande des Erbrechen. Weiche Wackelbeine und Grummelbauchweh. Ich weiß, dass ich den Tag (an)packe und meistere. Diese Müdigkeit hat nichts mit mangelnden Schlaf zu tun. Eher etwas damit, dass ich dürste – nach Menschen, nicht nach Leuten, nach Menschen, bei denen ich ich sein kann und nicht immer nur Theater (vor)spiele.

Ich höre gerne zu. Das habe ich gestern den ganzen Tag gemacht. Am Morgen der Wunschtochter, am Nachmittag einer alten Dame – wir haben sie im Altersheim besucht. Am Abend wurde mein Töchting krank, samt solidarischer Unterstützung ihres Bruders. Da ging’s mit richtig gut, auch nachts habe ich prima geschlafen.

  … nur aufgewacht bin ich – mal wieder, und das ist langweilig für euch – wie immer.

Nachtrag um 09:10 Uhr – Was würde ich machen, wenn ich nicht die ganze Energie hätte, die ich habe?

*kein Schreibfehler 

Veröffentlicht von piri

✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ✨

9 Gedanken zu „kalt – Schafskälte“

  1. Trude sagt:

    Vor der ziehe ich auf jeden Fall den Hut.

    Wahre Freunde zu haben ist ein Geschenk. Wenn du sie hast / findest, halte sie fest.

    Liebe Grüße
    Trude

  2. C Stern sagt:

    Diese Symptome in Verbindung mit Angst „durfte“ ich auch kennenlernen, zum ersten Mal vor zwanzig Jahren, im heurigen Jahr haben sie sich wiederholt und wurden als massiver Erschöpfungszustand gewertet, wird derzeit immer noch behandelt und ich merke, dass das Zurückkommen sehr anstrengend und mühsam ist. Gerade in der Nacht ist in der schlimmsten Zeit mein Körper völlig auf verrückt gelaufen.
    Ich kann Dir nur alles Gute wünschen, Deinem Töchting gute Besserung und dem Kerle noch viel Grund zum Jubeln!
    Herzlich, C Stern

    1. piri sagt:

      Weißt du, es kann nur jemand nachvollziehen der/die in ähnlicher Situation steckt oder gesteckt hat. Jemand anderes hat die Erfahrung einfach nicht, kann sich diese Einsamkeit nicht vorstellen und deswegen, auch deswegen, wegen dem Verständnis, sind mir deine Kommentare so wertvoll. Sie spiegeln und zeigen auf, dass ich nicht aufschneide und Mitleid generieren will.
      Dankeschön

      1. C Stern sagt:

        Liebe piri,
        ich glaube, so geht es mit allem Schweren, ob es um Verluste geht oder um Krankheiten, schwierige Lebenssituationen, etc.
        Ich weiß, es gibt derart empathische Menschen, die sich eine Situation vorstellen können, aber wie man sich mittendrin fühlt, kann wohl nur der ahnen, der Selbiges / Ähnliches erlebt (hat). Mein hilfloser Zustand war so erschreckend, dass ich mich selbst ins Spital begeben habe, denn ich war dermaßen seelisch und körperlich entkräftet, dass ich zu nichts mehr imstande war. Aber es geht in langsamen Schritten wieder aufwärts – und ganz wichtig für mich, ich kann in die Arbeit gehen.
        Ich wünsche Dir immer die Hilfe, welche die richtige ist. Ich darf mich in diesem Zusammenhang glücklich schätzen.
        Herzensgruß! C Stern

  3. Frau Frogg sagt:

    Hier ist es auch kühl, der Himmel hat diese metallene Farbe, nicht das romantische Blau wie im Rigi-Bild von WIlliam Turner auf Deinem Profil. Heute flogen die Helikopter drüber, mit Kamala Harris und all den Staatschefs, Selenski kam schon gestern Abend, ich habe ihn verpasst und nicht gewunken 🙂

    1. piri sagt:

      Habe einen Bericht vom Treffen in der Schweiz gesehen – ob da allerdings etwas herauskommt? Ach ja, global gesehen sind meine Probleme Pipifax.

  4. Kat sagt:

    Manchmal, oder oft wenn ich dich lese, denke ich, wenn ich in deiner Nähe wohnen würde, könnte ich vorbei kommen, kurz mit dir sprechen einen Kaffee trinken, und dann würde vielleicht die Last die du trägst, etwas leichter. Freunde können helfen, etwas mit zu tragen. Ich wünsche dir Freunde in deiner Nähe. Kat.

    1. piri sagt:

      Danke, das tut gut. Es gibt Freunde, nur haben sie so wenig Zeit für mich.

  5. Margrit sagt:

    Was Kat sagt. Ich unterschreibe.

    Mit der Zeit wird vieles relativ – vielleichter eben 🙂

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