Schlagwort: Kuddelmuddelgedankenchaos

niemals genügt

Man soll niemals sagen, dass alles aus ist; es genügt ein klein wenig Glück, und alles kommt wieder. | Émile Zola

Eine unerwartete Anerkennung, die mich sehr gefreut hat, habe ich nach einem gemeinsamen Mittagessen mit zwei befreundeten Frauen bekommen. Die Junioren waren dabei und hatten Spaß. Eine schrieb mir im Nachklapp diese Zeilen auf WhatsApp:
Es wurde mir jedoch dabei wieder deutlich, wie sehr du selbst bei einer sogenannten „einfachen Aktion“ ständig gefordert bist – mit Aufmerksamkeit und Engagement deinen Junioren gegenüber – großen Respekt !! ♥️

Ich selbst habe das nicht wahrgenommen, es ist für mich selbstverständlich und totale Normalität. Es hat mich gefreut, dass diese Frau das gesehen hat. 

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krank sein

Nein, ich bin nicht krank – jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinn. Das kann ich mir gar nicht erlauben. Zum Glück bin ich wirklich selten erkältet, auch deswegen, weil ich meine Lungenprobleme (hoffentlich) gut in Griff habe. Auch die Junioren sind wenig krank – was ein Segen ist. 

Wenn tatsächlich mal was wäre, so wie vor sechs Jahren, dann geht‘s auch. Aber ein gutes Gefühl habe ich nicht. Eine Lösung auch nicht. Es ist ein großes Dilemma der pflegenden Angehörigen, die das alles komplett alleine stemmen! 

Mir kratzt es gerade im Hals. In der Werkstatt fallen Betreuer mit Husten und Schnupfen aus, allüberall höre ich Menschen jammern, dass sie erkältet sind. Natürlich kein Wunder bei den Temperaturen die verrückt spielen. Ich funktioniere. Letztens wurde ich wieder gefragt, woher ich meine Kraft nehme. Ich weiß es nicht. Ich habe gar keine Zeit darüber nachzudenken und als ich es dann tat, war mir nicht gut.

Ich hoffe so sehr, dass ich nicht auch noch körperlich krank werde und, dass meine Seele (nennt es, von mir aus auch Psyche) gesundet!

Allen, die krank sind – egal wie – wünsche ich gute Genesung.  Jetzt lacht mal.

∙∙∙∙∙

18:10 Uhr – Ich habe überhaupt keine Lust auf die Tränendrüsen zu drücken. Ich funktioniere auch mit Kloß im Bauch, mit kratziger Stimme und juckender Nase. Das ist für mich nicht krank sein. Ich bin auch nicht krank, verdammt noch mal – ich bin nicht krank. Darf es gar nicht sein und mein Doc sagte mir heute Morgen: „Du stehst auch mit Kopf unterm Arm nachts noch auf und drehst die Junioren um!“ Ich will das nicht hervorheben. Es ist einfach so. Punkt! Es ist auch deshalb so, weil‘s keine andere macht. Weil‘s sich niemand zutraut und weil‘s auch niemanden gibt. 

Meine Psyche ist krank. Ich bin neurodivergent, bin im Autismus-Spektrum und AuDHD (was soviel heißt, wie Autistin mit ADHS). Aber ich schweife ab – es ging ja um Erkältung. Glaubt mir, und dafür bin ich dankbar, ich habe ein sehr gutes Immunsystem! Nur eben keins für den seelischen Schmerz. Und das ist es, was ich vermitteln wollte.

∙∙∙∙∙

18:24 Uhr – Ich möchte mit diesem Beitrag niemanden das krank sein absprechen. Es steht mir überhaupt nicht zu, zu urteilen ob der Schnupfen oder die Erkältung schlimm ist. Ich möchte lediglich sagen, dass ich, als pflegende Mutter keine Chance habe – weil niemand da ist – selbst bemuttert zu werden.

Noch ein spitzfindiger Nachtrag: im übrigen finde ich Mimosen wenn sie blühen wunderschön, menschliche Spezies dieser Gattung nerven mich!

Baklava, Nudeln mit Soße und der Tag danach

Wie fange ich an? Mit den Herzklopfen im Vorfeld? Oder mit der Soße, für die ich vergessen habe Oregano einzukaufen? Vielleicht mit den beiden Betten, in denen ein Malheur passiert ist und die schnell noch gewaschen werden mussten? Fange ich damit an, dass ich mir am Morgen gewünscht habe, es wäre endlich Mittag und am Mittag, die Zeit würde ganz langsam vergehen?

Geschehen ist es umgekehrt!

Aber eigentlich fehlen mir die Worte für den gestrigen Samstag. Aufregend war es – das Blind Date mit Isabel. Meine Vorfeldbedenken hätte ich gut gleich über Bord schmeißen können. Sie waren völlig unnötig. Schon durchs Fenster sah ich, dass mir dieses Paar (der Mann war auch dabei) sympathisch ist. Es war heimelig schön, sehr vertraut und leider viel zu kurz. Die wichtigsten Fragen – ach, was sind schon wichtige Fragen, wenn man sich gegenübersitzen kann – viele Fragen kommen jetzt erst hoch. Ich hätte es wie Carsten machen sollen, er hat losgeplappert und ohne Scheu gefragt. Von diesem kleinen Mann kann ich lernen!

Liebe Izzy, es war wunderbar. Die glitzernden Tränchen, der krümelnde Schokokomuffin und unkomplizierte liebe Gäste haben den Feiertag perfekt gemacht – nein, die Gäste waren mein Highlight, besonders die wunderbar emphatische an der Stirnseite unseres Esstisches. Dankeschön!

P.S.: und wir haben kein einziges Foto geknipst, dafür aber tausend jetzt im Herzen.

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