Gerade eben habe ich den wunderbaren Ratschlag bekommen, dass ich doch die Kommentare selbst schreiben sollte, dann steht da immer nur was ich lesen will👹. Was dieser Ratschlag für Autisten ist, dass kann ein nicht-neurodivergenter Mensch nicht ums Verrecken nachvollziehen und schon gar nicht verstehen.
Mir ist das sogar eine Backpfeife!
Es scheint mir fast so, als ob manche Menschen nicht begreifen, wie unterschiedlich verschiedene Köpfe sind und dass bestimmte Verhaltensweisen nicht einfach in diese oder eine andere Kategorien fallen. Ich bin nicht falsch, du bist nicht falsch – wir sind allesamt anders. Gerade schriftlich fällt es mir schwer – dabei dachte ich, es ist leichter – mich präzise auszudrücken. Aber auch Schriftsprache kann – ich erfahre es gerade einmal wieder schmerzhaft – so oder so ausgelegt werden. Miteinander reden ist immer gut. Nachfragen. Verständniskeitsfragen stellen, so habe ich es bei meinem Vater gelernt, hilft.
Ich verstehe neurotypische Menschen oftmals nicht. Das, was sie voraussetzen, dass man doch wissen muss – Höflichkeitsregeln z. B. hinterfrage ich. Nicht, weil ich unhöflich sein will, sondern deswegen , weil manche Plattitüde unnötig ist …
28. April 2026 19:21 — 19:21
Ich kann den Ratschlag, so wie er da oben steht, nachvollziehen. Wer Kommentare aktiviert hat, hat sich bewusst dafür entschieden und muss auch mit Echo umgehen können, das ihm nicht gefällt.
28. April 2026 19:42 — 19:42
Mache ich das nicht?
28. April 2026 20:01 — 20:01
Hallo Piri,
manche Leute haben ihren Kopf einfach nur dazu um eine Mütze darauf setzen zu können!
Als ich mal geschrieben habe, das ich neben beleidigenden, künftig auch bevormundende + schwachsinnige Kommentare löschen werde, wurde mir geraten die Kommentarfunktion komplett abzuschalten.
Und das natürlich von einer Person, die weder einen eigenen Blog betrieb, noch jemals vorher bei mir gelikt oder kommentiert hatte. Und die bei mir auch nie wieder danach in Erscheinung getreten ist.
Das du dich zunächst ärgerst ist klar. Aber mach dir nicht zu viel daraus.
Das ist es nicht wert.
Liebe Grüße
Trude
28. April 2026 20:19 — 20:19
Ach Trude, solche Worte sollen weh tun und das haben sie.
Dir danke ich sehr für deine aufmunternden Worte. Gute Nacht!
28. April 2026 20:53 — 20:53
Ich kann zwar verstehen, wie sehr dieser Ratschlag Dich empört, aber ich kann nicht verfehlen, dass er auch eine witzige Komponente beinhaltet. Ich musste kurz grinsen. Touché.
Aus der Distanz heraus ist das natürlich leicht. Zumal ich das Grundproblem, dass Du mit Likes und Kommentaren hast, ohnehin nicht nachvollziehen kann. Aber wie Du das bewertest und damit umgehst, das ist allein Deine Sache.
28. April 2026 21:09 — 21:09
Tatsächlich hat man mir als Kind schon Witze erklären müssen, weil ich sie nicht verstanden habe. Und diesen Witz, da muss ich wirklich lange suchen, bis ich ansatzweise etwas witziges finde.
Danke, wie du sagst, es ist mein Ding.
29. April 2026 15:09 — 15:09
Ich kenne die Mitbloggerin persönlich, die dir diesen Vorschlag gemacht hat, und kann bestätigen, das ist eindeutig ironisch gemeint.
Weisst du, wenn ich bei dir kommentiere, dann komme ich mir oft vor, als würde ich mich auf Zehenspitzen durch ein Minenfeld tasten. Weil man bei dir nie weiß, ob das, was an einem Tag noch völlig harmlose und auch wohlmeinende Bemerkungen waren, am nächsten Tag von dir zum riesigen Fettnäpfchen und absoluten NoGo gewandelt wurde.
Was mir ganz besonders sauer aufstößt ist, dass du dann jedesmal, wenn du dich furchtbar über Dinge echauffiert hast, die vor kurzem noch keinerlei Rede wert waren, und du dich über Mitblogger:innen ausgek***t hast, die dir vermutlich nichts Böses wollten, deinen Autismus ins Felde führst. Quasi als Schutzschild weithin sicht- und lesbar vor dir herträgst – „Ich kann ja nichts dafür, daran ist mein Autismus schuld!“ und „Ich habe das Recht dazu, meiner Launenhaftigkeit freien Lauf zu lassen und Andere zu beleidigen, weil ich Autistin bin!“. Damit tust du weder dir noch uns anderen so mannigfaltigen Menschen im autistischen Spektrum einen Gefallen, im Gegenteil. Wer so etwas mitbekommt, der wird seine Vorurteile autistischen Menschen gegenüber vermutlich noch mehr bestätigt sehen. Steh in Zukunft zu deinen Schwächen, ohne permanent deinen Autismus ins Felde zu führen. Und sich gelegentlich bei denen zu entschuldigen, die unter deinen launenhaften Ausbrüchen leiden müssen, würde dir auch gut zu Gesicht stehen.
Zu den Likes und „seltsamen“ Kommentaren: Reine Energie- und Zeitverschwendung, sich über so was derart aufzuregen. Ich habe neulich etliche Posts darüber gelesen, dass wieder vermehrt Bots bei WordPress unterwegs sind. Da kannst du noch so schäumen vor Wut und krakeelen und Tausende Blogposts schreiben, den Absender:innen dieser lästigen und winzigen Internet-Schädlingen geht das ganz gepflegt aber so was von am A*** vorbei. Nutze deine Kräfte lieber dafür, gesund zu werden.
Das war mein letzter Kommentar bei dir – und das, was ich grade geschrieben habe, musste jetzt ganz einfach mal raus. Meinethalben kannst du jetzt in noch so vielen Blogposts ganz schlimm über mich herziehen – interessiert mich nicht. Ich habe beschlossen, meine Lebenszeit in Zukunft sinnvoller zu nutzen und mich mit Menschen abzugeben, bei denen ich beim Kommentieren nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen muss vor lauter Bedenken, aus Versehen dein Missfallen hervor zu rufen.
Ich wünsche dir und den Junioren alles erdenklich Gute. Gehab dich wohl.
29. April 2026 18:03 — 18:03
Schade, dass das dein letzter Kommentar ist!
Ja, ihr habt alle recht, ich bin wankelmütig, wie ein Schiff mit hohem Seegang. Ich wäre gerne berechenbarer – auch für mich und mein Seelenheil. Ich kann meinen Autismus nicht verleugnen und das ADS auch nicht, es ist ein Teil meiner Persönlichkeit. Ja, es stimmt. Ich werde die Menschheit nicht ändern und muss mich anpassen, muss manches als gegeben hinnehmen, was ich nicht auswechseln kann.
Schade, dass ausgerechnet die kritischen wohlmeinenden Stimmen vor mir resignieren. Es tut mir sehr leid. Es wäre schön, ihr würdet bleiben. Dazu bin ich scheinbar zu anstrengend!
29. April 2026 19:08 — 19:08
Hallo, mir geht es öfter auch so, wie der Momentesammlerin, Martha.
Du weißt, dass wir alle nicht zu Euch eilen und vor Ort helfen können.
Für mich ist es ein Ding des guten Miteinander, wenn ich „Gute Besserung“ wünsche, wenn ich von – vorübergehender – Krankheit erfahre.
Du bist die Chefin Deines Blogs und doch kann ich auch den ironischen Hinweis verstehen. Du möchtest öfter etwas, was man tut oder schreibt oder eben auch nicht.
Mir geht es öfter so, dass es mir etwas schwer fällt, wenn jemand immer mal wieder seine „Schilder mit Überschriften“ entsprechend hoch hält.
Wir Menschen sind so, so vielfältig.
Wir leben alle zusammen und eigentlich passt da doch auch – im Kleineren – recht viel.
Du vermagst Ironie nicht zu erkennen, dennoch ist es Dir möglich, gegen andere zu schießen.
Nicht nur Du hast entsprechende „Schilder“. Aber es liegt doch an jedem Einzelnen, das es gelingt, der Alltag, der Kontakt miteinander.
Mir fällt es hin und wieder auch schwer, einfach zu schreiben, weil ich dann denke, ob Dir das jetzt passt.. Denn, nochmals. Helfen könnte ich nicht vor Ort. Mitfühlen trotzdem.
Das reicht Dir oft nicht. Das verstehe ich. Einerseits.
Andererseits empfinde ich es schon als ein Geschenk, wenn ich anderen Menschen wichtig genug bin, als dass sie mich wahrnehmen, sogar ein paar Worte schreiben, auch, wenn sie mir nichts abnehmen können.
Wankelmütig. Ja, damit magst Du recht haben.
Dafür brauchst Du aber doch kein extra „Schild“ (=Definition, Oberbegriff, Krankheit).
Sei Du selbst und mach es Dir etwas leichter, indem Du es wertschätzen kannst, dass andere Menschen Dir ihre Zeit widmen. Das bedeutet nicht, dass man mit allem einverstanden sein muss.
Liebe Grüße und weiterhin ein sich verbessernder Zustand, das ist mein echter Wunsch für Dich.
30. April 2026 10:53 — 10:53
Ich danke auch dir für den kritischen Kommentar!
Ja, vermutlich hast du erkannt, dass ich mein größter eigener Kritiker bin und mein Anderssein mir sehr im Weg steht. Ich bin ich und möchte doch so gerne kompatibel sein und bemühe mich auch – ganz ehrlich!