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versetzt

Ich bin versetzt worden – nicht absichtlich – aber es macht etwas mit mir. 

Ich, die immer überpünktlich bin – Autisten haben diese Angewohnheit, erst wollte ich Macke schreiben, aber das ist negativ besetzt – war vorbereitet und ich habe mir die Zeit freigehalten. Wäsche zusammenlegen, dazu hatte ich, laut meinem inneren Plan, genug Zeit danach. 

Es kam aber die Frau nicht, die mir bei dem Blindenantrag für Carsten helfen wollte. Wäsche zusammenlegen konnte ich auch nicht, weil das meine Ordnung durcheinandergebracht hätte. Ein Anruf bei ihr landete auf dem Anrufbeantworter. Jetzt sitze ich hier, habe inzwischen mit der Wäsche begonnen, und warte auf den Rückruf ihrerseits. Ich kann nicht aus dem Haus, weil ich dann meinerseits nicht erreichbar wäre (meine ich). Mein ganzes Konzept stürzt zusammen. Mir geht es verdammt schlecht damit, weil ich nämlich so darauf gehofft habe, heute etwas abschließen zu können.

Außerdem, oder vielleicht deswegen, ist mein Kiefer total angespannt, das Provisorium in meinem Mund fühlt sich als Fremdkörper an – die Zahnbehandlung wird langwierig und teuer. Wenigstens den Junioren geht‘s prächtig. ❤️ 

∙∙∙∙∙

10:18 Uhr – es hat sich geklärt. Eine von uns – wer tut nicht zur Sache – hat den Tag verwechselt. Sie kommt morgen.

Banksy

… oder: Ist das Recherche oder kann das weg? Ganz arg schade ist, dass vermutlich die Identität von Banksy aufgedeckt ist. Was haben sich die Journalisten dabei gedacht? Nichts! Sie haben nur Träume genommen. Zerstört. Desillusioniert. Vielleicht sogar eine Künstlerkarriere kaputt gemacht. 

Ohne dieses Rätselraten, wann wieder wo ein Werk von Banksy erscheint, ist die Welt ein bisschen ärmer geworden. Der Finger beziehungsweise, der Zeichenstift wird nicht so schnell wieder in eine Wunde gelegt (so sehe ich es und ganz viele andere auch). 

Sehr, sehr schade!

einmal ein Gedicht

einmal laut singen
damit Lieder klingen
einmal durch Pfützen flitzen
das Wasser spritzen
einmal auf und davon
bis ans Ende der Welt
einmal nichts tun
auch keine wichtigen Sachen
einmal zu dir
um im warmen Bett zu kuscheln
einmal vor die Tür
den Regen zu spüren
einmal alles auf einmal
und ins Schwarze treffen
einmal von vorn
und alles vergessen
einmal für immer
den Mut wieder finden
einmal so tun
als wäre es Frieden

© petra ulbrich

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