Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*-  In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

25 Gedanken zu „kein Abschied | Trauer“

  1. Anna-Lena sagt:

    Loslassen muss verdammt schwer sein!

    1. piri ulbrich sagt:

      Ist das ein Vorwurf, weil es doch schon so lange her ist? Trauer braucht einen Platz – und das muss nicht der Friedhof sein. Aber trauern braucht auch Zeit und Gelegenheit – und daran fehlt es mir und an einem Menschen, der mich dabei (liebevoll) unterstützt.

      1. Gudrun sagt:

        Nein, Petra, das ist garantiert kein Vorwurf. Es ist eine Feststellung über etwas, was keinen Zeitdruck hat und auch keinen haben darf.

        1. piri ulbrich sagt:

          …heute ist wieder so ein Tag, da könnte ich nur weinen. Wetter so schön – und wir kommen nicht raus! Ich friere unendlich und mein Körper ist kalt. Trotz doppelter Decke und heißem Tee.

    2. Anna-Lena sagt:

      Das war keineswegs ein Vorwurf, liebe Petra und jede Trauerphase ist ganz individuell, lang oder kurz.

  2. isa sagt:

    Welch ein verstörender abruppter Abschnitt von Leben. Deine gesprochenen Gedanken machen so einen Moment bewußter um in die Trauerarbeit einfließen zu können.
    Und bei dem schönen Wetter nicht raus können – das kann ich wie immer nachfühlen. Mich packte die gleiche Sehnsucht ohne Hoffnung auf eine Schiebehilfe.

    1. piri ulbrich sagt:

      Für morgen haben wir eine junge kluge Frau – hoffentlich ist es am Nachmittag auch noch schön. Dir wünsche ich auch viel mehr Helfer und ich wünsche mir ein Wiedersehen!

      1. isa sagt:

        ich hatte dir Ende November gemailt – vielleicht mit zu alter Mailaddi?

        1. piri ulbrich sagt:

          Ich schreibe dir eine Mail mit der richtigen Adresse – heute Abend!

  3. Claudia Sperlich sagt:

    Ein sehr trauriger Text und zugleich ein sehr guter – weil er so ehrlich ist, weil er nicht beschönigt, sondern sagt, was ist. Ich finde ihn auch im literarischen Sinn gut, sehr gut sogar. Du machst Literatur aus Deiner Trauer.

    1. piri ulbrich sagt:

      Es ist mein Ziel Literatur draus zu machen – Danke, für dein Lob.

  4. mo sagt:

    Deine Stimme ist einfach unglaublich eindrucksvoll. Für morgen wünsche ich Euch eine gute Begleitung für, was immer Ihr auch wollt.

    1. piri ulbrich sagt:

      mo, du machst mich verlegen!

  5. Ulli sagt:

    Gesprochen wirken Worte anders als gelesen, jetzt ist die Trauer noch einmal spürbarer, sie geht tiefer unter meine Haut –
    ach menno, wie traurig das ist!!!

    1. piri ulbrich sagt:

      Ohne überheblich zu sein möchte ich sagen, dass es auch darauf ankommt, wie es gesprochen wird. Ja, es wird eindringlicher, persönlicher, näher und auch unter die Haut. Danke, für dein Mitgefühl.

  6. Ursula sagt:

    Gänsehaut- Herzklopfen

    1. piri ulbrich sagt:

      alles gut

  7. Violine sagt:

    Ein tolles Bild hast Du aufgetrieben! Ausdrucksstark.

    1. piri ulbrich sagt:

      Liegt schon lange auf meiner Festplatte – hatte nur noch keinen Beitrag dafür.

  8. Paula sagt:

    Oh Gott, wie schrecklich! Jeder sollte möglichst, unter allen Umständen, dabei sein, wenn ein/e Liebste/Liebster stirbt, oder im Koma liegt, oder gerade gestorben ist. Das Gerede von “ich möchte sie/ihn so in Erinnerung behalten, wie sie/er war” habe ich schon immer für Blödsinn gehalten, weil in der Erinnerung tausende Bilder gespeichert sind, die alle abrufbar sind, auch die schönen. Die letzte Stunde ist so wichtig, weil man es dann leichter glauben kann.
    Aber selbst dann kann es passieren, dass man die/den Liebste/n noch monatelang sucht und nicht fassen kann, dass sie/er nicht mehr da ist…

    1. piri ulbrich sagt:

      Ich stand so unter Schock und dann kam auch sofort die Überführung in die Gerichtsmedizin.

      1. Paula sagt:

        Du hast keine Schuld, dass es so kam, du hast nicht damit gerechnet und hattest keine Zeit dich darauf vorzubereiten. Schlimm, aber verständlich!

  9. Frau Lakritz sagt:

    Wie gern würde ich dich jetzt in den Arm nehmen! Es sind auch deine Geschichte und die Gespräche mit dir, die bewirkt haben, dass ich meinen Prinzen niemals aus dem Haus lasse, ohne “Ich liebe dich” zu sagen (nicht mal mit dem Hund um den Block) und ohne diesen Satz gehen wir nie schlafen.

  10. christine b sagt:

    deine worte gehen mir sehr nahe.
    du drückst das mit deiner stimme so wunderbar aus und ich weiß, du hättest zeit gebraucht um dich von deinem liebsten zu verabschieden. wenigstens noch einige zeit neben dem totkranken oder verstorbenen sitzen, ihn streicheln, mit ihm sprechen. sich drauf einstellen können, dass er in eine andere welt geht.
    wie muß dir das alles fehlen.
    es ist lachhaft, was ich jetzt sage (gegen den tod eines menschen), aber als ich vor 5 jahren meine kleine 5 jährige, plötzlich schwer erkrankte hündin um mitternacht 80km weit ins tierspital brachte und dort lassen mußte und wir am nächsten tag erfuhren, eben als wir abfahren wollten, sie zu besuchen, dass sie mittag gestorben ist, da überfiel es mich heftig, weil ich mich nicht von dem geliebten, treuen tier verabschieden konnte, das macht mir heute noch sehr zu schaffen.
    wie schlimm muß es dann bei seinem liebsten sein, wenn man nicht abschied nehmen konnte.

  11. bigi sagt:

    Krass – als Audio geht das nochmal viel, viel tiefer, als wenn du die Worte hier aufgeschrieben hättest. Trauer kennt keine Zeit, da stimme ich dir voll und ganz zu. Sie wird zum Begleiter des neuen Lebensabschnitts. Danke, dass du uns mitgenommen hast, dieses kleine Stück.
    ♥ bigi

    PS: Das Foto ist unglaublich schön. Hast du das gemacht?

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