Identifikation oder Zugehörigkeit

Identifikation bezeichnet das Erkennen, Zuordnen oder Sich-Verbunden-Fühlen mit einer Person, Gruppe, Idee oder Aufgabe. Das Wort stammt vom lateinischen identificare („gleichmachen“, „gleichsetzen“) und bedeutet sinngemäß, etwas oder jemanden mit sich selbst oder einer Vorstellung gleichzusetzen.

Zugehörigkeit ist das Gefühl, Teil einer Gruppe oder Gemeinschaft zu sein und dort Anerkennung und Akzeptanz zu finden. Sie stärkt Identität, Selbstwertgefühl und Wohlbefinden.

Als pflegende Angehörige suche ich eine Gruppe. Als Bloggerin suche ich eine Gruppe. Mein Nachteil – ich sehe es allerdings nicht so – ist, dass mein/unser Leben komplex ist. Miteinander verstrickt und nicht zu trennen. Schon ich, als einzelne Person bin für manche Menschen zu vielschichtig, nicht greifbar, nicht begreifbar. Dennoch habe ich das Bedürfnis irgendwo dazuzugehören. Zudem bin ich obendrein noch neurodivergent. Die Junioren haben eine sehr seltene Behinderung, aber es wäre im Blog völlig egal welche Behinderung sie haben, wir wären in jedem Fall Exoten. 

Gerade dem Kerle fehlt das Verbundenheitsgefühl. Ich kann es so nachvollziehen, war ich Zeit meines Lebens Außenseiter und habe mich die ganze Zeit bemüht Verständnis zu wecken. Auch, indem ich von mir/uns erzähle. Es ist bloß so, dass wenn man sich nicht gleich fühlt, keine Zugehörigkeit zu einer Gruppe erwirkt. Es frustriert immer am Rand zu stehen. Die Schuldfrage stellt sich nicht. Es ist eher eine Interessensfrage und auch etwas Neugier. Will ich wirklich was erfahren vom Blogbetreiber, oder will ich mich nur unterhalten lassen?

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Im Übrigen war das heute ein sehr anstrengender Tag …

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

Kategorien: Alltag, Behinderung, Familie, Gedankenchaos, Junioren

2 Kommentare

  1. Ich glaube Blog ist weit mehr als Unterhaltung. Es ist immer auch sichausdrücken auf verschiedene Art und Weise und in den Austausch mit anderen zu treten. Problembewältigung scheint aber schwierig, weil man die anderen ja nicht wirklich kennt, auch wenn jemand viel von sich preis gibt. Aber es kann unter Umständen ja schon ein bisschen helfen über Dinge zu schreiben, die einem bedrücken.

  2. Es scheint dir nicht bewußt zu sein, aber du bist bereits Mitglied in einer Bloggergruppe.
    Denn bei dir lesen und kommentieren Leute, bei denen du ebenfalls liest und kommentierst.
    Und diese Leute lesen und kommentieren zum Teil auch untereinander.

    Wir sind zwar alle und leben zwar alle unterschiedlich.
    Sind aber aneinander interessiert.
    Und das ist es doch, worauf es ankommt.

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