Nebenbei mal eben das Töchting aufs Klo setzen. Schnell aus dem Bett heben – wirklich schnell, weil‘s eilig ist, um dann leider leicht tröpfeln im Bad anzukommen.
Ein Symphonykonzert hören – aber bitte nicht so laut, weil die Junioren noch schlafen wollen.
„Mama, ich brauche einen Kakao!“ Okay, geht ja schnell – währenddessen ist mein Kaffee kalt. Ich mag sowieso nicht mehr so gerne Kaffee!
Die Nagelfeile ist abgerieben, aber die Fingernägel haben es nötig.
Mein Blick geht nach rechts, da liegen die Ärmelbündchen für des Kerles Anorak. Notiz an mich: dringend annähen!
„Maaaama, ich habe den Kakao ausgeschüttet!“
„Könnt ihr nicht ein bisschen leiser sein, ich will noch schlafen!“
Die Freundin geht heute auf einen Brunch. „Komm doch mit.“ „Wie denn?“ „Ach so, ja …“
Kurz war ich traurig und dann kam die Vernunft wieder durch.
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Es gibt einen Satz, den hasst jede*r pflegende Angehörige: „Du musst auch mal an dich denken!“
1. November 2026 09:11 — 9:11
„Du musst mal an dich denken.“ – „Was denn eigentlich noch alles?“, denke ich mir dann oft. Zwischen all den ganzen „mal eben/nur ganz kurz“.