Autor: piri

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

Gedankenertappt

Manchmal ertappe ich mich dabei: ich denke, also bin ich traurig.

Erinnerungen kommen, die nicht geklärt sind, die nicht besprochen wurden und über deren negative Auswirkungen ich immer wieder neu nachdenke. Ein Gedanke kommt hoch (wie aus den Mägen der Kuh) und bringt einen zweiten mit, der auch nicht geregelt ist. Zusammen machen sie Bauchschmerzen, aber eine Aussprache gibt’s nicht. Sie liegen sprichwörtlich im Magen.

Unterschwellig gärt es, blubbert. Ein übler Geruch liegt in der Luft und niemand mag es riechen wollen. Wie bei einem Silo kommt der Deckel drauf.

Wir haben keinen Pansen, der uns unsere Gedanken wieder hochschickt und wir sie wiederkäuen können. Wir machen es dennoch.

Wir machen es nicht klein und schicken die blöden Gedanken nach ein paar Tagen in den nächsten Magen. Dort ruht das Futter. Meine Gedanken kommen nicht zur Ruhe, ich geben ihnen kaum Gelegenheit dazu. Ich schicke die blöden Gedanken gar nicht erst in den Labmagen. Bei mir kommt’s nicht zum Verdauen. Bei mir bleibt alles irgendwie im Netzmagen hängen, oder im Rumen (Pansen). Dort rumort es und wenn ich mich nicht ausspreche, liegt es auch noch Jahre später dort und schmerzt.

Nachgedanken zu Annes schönen Beitrag: sprachsalat-a-la-carte – Wortperlen – DesignBlog

du Mama

„Du Mama“, sagt Carsten: „Ich möchte eigentlich nicht besonders sein! Irgendwie nervt es, immer der Außenseiter zu sein.“ „Genau“, kontert Wiebke: „Ich möchte so wie die anderen sein.“ „Und jetzt finden wir bestimmt erst recht nicht jemanden, der die gleiche Behinderung hat wie wir!“ Der Kerle ist enttäuscht. Einerseits erleichtert, aber andererseits auch traurig, weil er, wie wir alle, im Stillen auf einen Austausch gehofft hat.

„Mama, hätten uns die Leute früher auf dem Jahrmarkt ausgestellt?“ Des Kerles Gedankengänge möchte ich manchmal lesen können. 

ein halbes Jahrhundert warten

Heute kam ein Brief aus Tübingen. Von der Uniklinik. Von den Humangenetikerinnen. Mit einer vorläufigen Diagnose eines Syndrom-Bildes. »SOPH-Syndrom«. Ganz, ganz arg selten und auch nicht 100 %.

Ich habe weiche Knie. Einerseits wissen wir jetzt Bescheid und doch wieder nicht, denn im www ist sehr wenig über dies zu finden. Wir fiebern auf den 3. August zu und hoffen dann, ein bisschen mehr zu erfahren!

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* wir haben nähere Infos – möchte sie aber öffentlich nicht teilen.

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