Nein, ich tue es nicht. Obwohl mir sehr danach ist. Das Pflegeneuordnungsgesetz dürfte euch auch inzwischen in irgendeiner Weise untergekommen sein. Entlastung bringt das für pflegende Angehörige nicht – es ist eine Backpfeife. Pflege ist nicht nur Hand anlegen. Pflege ist oft eine wahnsinnige psychische Belastung. Diese Belastung sieht man nicht. Stattdessen kommen weise Ratschläge: Achte auf dich, etc pp. 

Wie oft wiederholen Angehörige immer und immer wieder manche Sätze. Wie oft hören sie bestimmte Sätze, Worte und sehen Handlungen, die sie triggern und worauf sie tunlichst nicht reagieren sollten, weil sonst die Situation eskaliert. Im Außen ist man dann oft der/die Böse, weil die zu Pflegenden das ja nicht mit Absicht machen und man doch die Contenance bewahren sollte. 

Die Nerven liegen blank. Wenn man dann etwas unwirsch reagiert, wird man als kapriziös, arrogant, unsensibel und mehr gesehen. Die Anspannung, das Zusammenreißen und die große Liebe dahinter ist so selbstverständlich. Als ob wir Maschinen wären! 

Sorry, ich möchte doch kotzen!

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.