Es lohnt sich zu lesen

Gesetze der Aborigines

  1. Du sollst deiner eigenen Kreativität Ausdruck verleihen.
    Jedes Individuum sieht Dinge aus seinen eigenen Umständen heraus und kann dies der Welt gegenüber auf eine einzigartige Weise ausdrücken. Kreativität schließt die Künste ein, ist aber nicht auf diese beschränkt, und Malen, Komponieren oder Schreiben sind in keiner Weise bedeutender als die kreativen Schritte, die man unternimmt, um jemanden zu trösten, der Kummer hat, um Ordnung ins Chaos oder in Konflikte zu bringen oder um einem Kind eine schöne Geschichte zu erzählen.
    Wenn manche Menschen glauben, sie hätten kein kreatives Talent oder irgendeine Situation im Leben verhindere dessen Ausdruck, dann nutzen sie die Gelegenheiten nicht, ihre Seele zu bereichern. In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall. Wer sich gegen Widerstände erhebt und darum bemüht ist, sein kreatives Bewusstsein freizusetzen, erwirbt sich große Verdienste. Die Gesellschaft ist so beschaffen, dass nicht alle Menschen Gelegenheit haben, Anführer zu sein. Weil es viel mehr von uns gibt, die nur Anhänger sind, ist es um so wichtiger, jeden Impuls an Kreativität in die Tat umzusetzen. Die Kreativität sollte eigentlich immer etwas Positives sein, aber wir haben einen freien Willen. Darum ist es möglich, sie ein einer Weise zu nutzen, die sich als negativ für uns und die Welt herausstellt. Wir können uns ausdrücken in der Art, wie wir unser Haar kämmen, unsere Kleider auswählen, unsere Wohnung einrichten oder auch nur etwas reparieren. Der Schlüssel scheint zu sein, dass wir unser Handeln zum Ausdruck unserer selbst machen und daran arbeiten, es zu etwas zu machen, worauf wir stolz sind.
  2. Erkenne, dass Du Verantwortung trägst.
    Du bist ein Gast auf diesem Planeten und als solcher dafür verantwortlich, ihn so zu hinterlassen, wie du ihn vorgefunden hast – oder in einem besseren Zustand. Du bist verantwortlich für die Art, wie du für andere Lebensformen Sorge trägst, die nicht für sich selbst sprechen oder sich selbst helfen können. Du bist verantwortlich für Versprechungen, die du gemacht hast, Vereinbarungen, die du getroffen hast, und für die Konsequenzen all deiner Handlungen.
    Es ist wichtig zu erklären, dass die spirituelle Entwicklung weder Anfang noch Ende hat. Es ist nicht so, als drehe man einen Wasserhahn auf oder zu. Wenn ein Mensch stirbt, entsteht nur eine Pause in einem interessanten Prozess, während die physischen Überreste beseitigt werden. Tatsächlich ist es unmöglich, jemanden zu töten. Menschen sind Wesen des Ewigen, wenn auch der Tod den physisch sichtbaren Ausdruck beendet. Du bist Rechenschaft schuldig für deine Gedankenlosigkeit wie auch allen Schmerz und alles Leid, die du jemandem zugefügt hast, und dafür was das für diejenigen bedeutet, die mit dem Geschädigten verbunden sind. Der verstorbene Mensch hat keinen bösen Willen mehr – den hat die Gesellschaft.
    Damit du Anteil daran hast, dass die Waagschalen im Gleichgewicht sind, musst Du Verantwortung übernehmen für alles, was du sagst und tust. Du musst lernen, das Leben zu ehren und zu hegen und zu seiner Erhaltung beizutragen.
    Du bist verantwortlich für deinen Körper. Er ist eine Gabe, die du Dir von jenen Kräften ausgeliehen hast, die dein Bewusstsein zu formen und zu beleben halfen. Ihn zu vernachlässigen oder zu missbrauchen ist verantwortungslos.
    Jeder Mensch ist für seine sexuellen Handlungen verantwortlich.
    Du bist verantwortlich dafür, die Seele jedes empfangenen Kindes anzuleiten, seinen Körper zu beschützen und ihm positive emotionale Beispiele zu geben.
    Diese Regel geht Hand in Hand mit der Kreativität. Du bist verantwortlich für das, was du schaffst und mit der Welt teilst, für den Schutz anderer und dafür, dem Leben keinen Schaden zuzufügen

  3. Vor deiner Geburt hast du eingewilligt, anderen zu helfen.
    Der Mensch ist nicht dazu gedacht, seine Lebensreise allein zurückzulegen. Wir sind dazu geschaffen, einander zu unterstützen und zu hüten. Alles, was wir tun, sollte von dem Gedanken geleitet sein: Was dient dem höchsten Wohl allen Lebens?“
    Dienst am Nächsten bedeutet, dass wir Hilfe leisten, Wissen teilen und dem Leben eines anderen Menschen Positives hinzufügen. Alle Menschen werden mit dem Recht geboren, mit Achtung und Würde behandelt zu werden. Hilfreich zu sein bedeutet, den Alten, den Kindern, den Kranken und den Sterbenden die Hand zu reichen. Dienen ist das Gegenteil von einem Verhalten, bei dem man nur sich selbst im Auge hat oder das auf Ruhm oder wirtschaftlichen Vorteil ausgerichtet ist. Es bedeutet, sich zu vergegenwärtigen, dass wir Teil einer Gemeinschaft sind, der Gemeinschaft menschlichen Bewusstsein. Das Schicksal des Planeten Erde steht und fällt mit gemeinschaftlichem Handeln.

Du Mama

image “Wie ist das eigentlich wenn man stirbt?” Carstens Frage heute am frühen Morgen haut mich fast aus den Latschen. Der Kerle guckt mich dabei nicht an, ich weiß aber auch so warum er ausgerechnet diese Frage heute stellt.

Am Nachmittag ist eine Beerdigung, bei der der Chor singt. Der Verstorbene war ein quietschvergnügter Mann, bis er nach und nach in seine eigene Welt verschwand. Ein kleiner Mann mit einer großen Tenorstimme! Carsten kannte ihn und mochte ihn.

Diese Frage ums sterben hat mich aufgewühlt. Zum einen konnte ich meinem Sohn keine Antwort geben und zum anderen wurde mir schlagartig klar, dass meine Mutter dieses Jahr auch schon 84 wird und ich demnach auch nicht mehr die jüngste bin. Die Endlichkeit allen Lebens steht im Raum.

Deswegen, aber nicht nur, leben wir im jetzt. Nicht in der Vergangenheit, diese ist vorbei und die Zukunft kommt erst noch. Wenn wir spazieren gehen, dann sind wir voll und ganz im hier und heute – denken höchstens ein bisschen an morgen – genießen (oder versuchen es wenigstens) die Zeit!

Verrückt

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Es ist zum Mäusemelken! Ich mag dieses Design lieber und hoffe, dass auch jeder so kommentieren kann, wie er oder sie will!