Es bleibt alles anders! ...und doch immer so gleich, schon mit 138 Beiträgen.


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bitte lachen

Lachen regt den Kreislauf an,
erweitert den Brustkorb,
stimuliert die Nerven,
führt dem Gehirn Sauerstoff zu und unterzieht
den ganzen Organismus einer Läuterung.

Wünsche diese Tage allen denen das Lachen vergangen ist, ein gutes Buch, einen leckeren Tee, nette Gespräche und tolle Überraschungen…


Uppps, mir scheint ich bin jemanden wieder heftig aufgestoßen. Das war nicht meine Absicht und demjenigen wünsche ich, dass der Schluckauf bald aufhört.

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Schluss | Ende

Es gibt andere Prioritäten. Es gibt mehr zu tun, als sich mit Menschen zu beschäftigen, die ich nicht mal richtig kannte!

Hier im Ländle beginnen auch endlich die Sommerferien und pünktlich zum Start wird das Wetter trübe. Bestimmt bleibt es nicht so, die Sonne hat sich nur versteckt, aber wahrscheinlich fällt das Schulabschlussfest ins Wasser. Sarah hat uns eingeladen, Carsten hat sich gefreut – naja. Dem Kerle geht’s eh nicht gut, er hat mal wieder die Kotzeritis. Seine seelische Verfassung kann ich ganz genau an seinem Essverhalten ablesen. Wenn ich ihn frage: „Wie geht’s dir?“ „Gut!“ Das ist meistens geflunkert, er hat auch nie Rückenschmerzen und seine Blase tut auch gar nicht weh. Seine Mimik allerdings, spricht was ganz anderes.

„Mama, ich bleibe heute Zuhause, ne!“ Wenn der Kerle freiwillig daheim bleiben will, dann ist das brenzlig. Also halte ich heute Feuerwache…

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Danke

Ganz herzlichen Dank für eure Anteilnahme.

Der Brief und die daraus resultierende Nachricht hat mich erschüttert, aber macht mich nicht fertig. Robert war der Freund meines Mannes, ich hatte nie viel mit ihm zu tun. Die Frau kannte ich lediglich vom sehen. Es gibt keine Kinder.

Mich hat dieses Ereignis trotzdem sehr aufgewühlt. Warum gerade am Geburtstag von MamS? Warum bekomme ich einen Brief? Haben noch andere einen Brief bekommen? In meinem Kopf geistert herum, was mein Mann wohl gemacht hätte. Wie nahe standen sie sich eigentlich? Was wusste ich überhaupt von dieser Männerfreundschaft? Fragen, auf die ich keine Antwort mehr bekomme.

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2

stimmt

Ja es stimmt, Robert ist tot.

Es war schwierig diese Nachricht zu bekommen. von seiner Frau hatte ich keine Telefonnummer und sein Handy sprach: Dieser Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar – versuchen Sie es später noch mal!

Mit der Frau hatte ich keinen Kontakt, sie war regelrecht böse, als ich sie in der Nacht angerufen hatte. „Er ist gegen einen Brückenpfeiler gerast und war sofort tot.“

In der Nacht noch habe ich den Zettel samt Briefumschlag kurz und klein gerissen – habe Konfetti daraus gemacht und dieses in den Neckar geschmissen.

Ich werde zur Beerdigung gehen, aber dann müssen die Männer, oben im Himmel, alleine damit klar kommen. Meine Aufgabe ist es, zu leben!

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geschockt

Ein Brief in meinem Briefkasten. Am Sonntag, an einem Tag an dem keine Post kommt. Er ist wohl gestern noch mit der Regiomail gekommen. Abgestempelt und ordnungsgemäß zugestellt. Ohne Absender, dafür mit auf einer Schreibmaschine geschriebenen Anschrift.

Ich kenne nur einen Menschen, der noch eine Schreibmaschine hat und diese auch benutzt. – Robert! Was will Robert von mir, ich habe sehr lange nichts von ihm gehört.

Als mein Mann so plötzlich starb, hat er sich zurückgezogen. Er hat es nicht ertragen seinen besten Freund verloren zu haben. Wir konnten uns nicht gegenseitig trösten, Robert war mir fremd. MamS Freund hatte, wie mein Mann auch, einen sehr speziellen Humor – sehr sarkastisch und stellenweise zynisch, dann wieder bubenhaft und absolut albern. Bei ihren Männergesprächen fühlte ich mich fehl am Platz. Was sie so in dunklen Nächten besprachen, war auch keinesfalls für Frauenohren bestimmt. Ich habe sie gewähren lassen und beneidet.

Heute war also dieser Brief im Briefkasten. An mich gerichtet. Was will Robert von mir?

Bis eben habe ich ihn liegen lassen, wollte den Umschlag nicht öffnen, hatte auch keine Zeit dazu, weil unser Tag angefüllt war. Erst Singen im Gottesdienst, dann spazieren und Blumen pflücken, am Nachmittag im Kindertheater und Abends MenschÄrgereDichNicht spielen. Die letzte Etappe der Tour de France – und dann die Junioren ins Bett bringen…

Roberts Brief hatte ich vergessen. Aber da lag er. Ein weißer Umschlag mit Schreibmaschinenschrift. Wollte ich ihn wirklich aufmachen?

Zuallererst fiel mir eine von mir gemalte Kartenkunst entgegen. Warum das? Mochte er meine kleine Aufmerksamkeit nicht? Gleich danach zog ich einen Fünfzig € Schein aus dem Kuvert. Was soll das? Ein richtiger Brief schien nicht drin zu sein. Nur Fragen! Und ein kleiner Zettel, auf dem stand:

Liebe Petra, wenn du das hier liest, bin ich da, wo dein Mann schon eine Weile ist. Ich kann und will nicht mehr leben. Dieses, mein Leben war von Anfang an eine Farce. Meine Frau hat mich verlassen. Meine Arbeit habe ich verloren. Mein Alkoholkonsum wurde immer mehr. Ich bin ein Wrack. Eins solltest du wissen, dich habe ich immer bewundert, du bist eine so starke Frau. Niemals, so dachte ich, könnte ich dir das Wasser reichen. Das sollst du wissen. Ich werde deinen Mann grüßen. Auf Wiedersehen, Robert

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© 2015 piri | 113 Tage Kuddelmuddel voller worte. | Mit schon 138 Beiträgen. | Manchmal mischt sich hier Fiktion mit Wirklichkeit. | läuft unter WordPress | Theme: Bugis von Elmastudio

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