Behinderung, Gedanken, Junioren, Kuddelmuddel, Kuddelmuddel, pflegende Angehörige

out of Öffentlichkeit

Was bei uns abgeht ist nicht öffentlich! Es passiert hinter verschlossenen Türen und ist natürlich auch in gewisser Weise hausgemacht. Aber das wäre zu kurz gegriffen. Es passiert umständehalber.  Die coronabedingte Isolation ist – für mich – erdrückend. Pflegetechnisch ist alles gut. Die Moral der Junioren im Grunde mehr als passabel – sie sind etwas gereizter, aber das ist kein Wunder bei dem täglichen Einerlei. Der ewig gleiche Trott geht ihnen auch auf die Nerven. Jetzt kommt allerdings mal wieder ein typischer Anachronismus von mir: ich wünsche mir einen oder eine verlässliche Helferin, die regelmäßig kommt und die oder der so fit ist, dass wir auch in diesen Zeiten rauskommen und was unternehmen. Jemand (jetzt gendere  ich nicht mehr), der zupackt, mit anpackt, nicht zimperlich ist, mit Carsten seine unsinnigen Diskussionen führt, Wiebke aus ihrem Zimmer lockt, jemand, dem ich nicht sagen muss, was zu tun ist, sondern einfach macht. Etwas macht! Nicht über die Köpfe der Junioren hinweg, sondern mit ihnen und mit mir! Aber da ist wieder mal Corona vor! 

….übrigens mag ich schon lange kein MenschÄrgereDichNicht mehr spielen!

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Das ist ein Kuddelmuddelgedankenchaos, das ich nicht alleine habe. Das haben viele Familien mit behinderten Angehörigen. Mein Nachteil ist der, dass ich noch nicht einmal einen Partner an meiner Seite habe. 

 

Behinderung, Gedanken, pflegende Angehörige

Dekubitusprophylaxe

Dieses Wort finde ich wunderbar. Carsten macht daraus immer wieder neue und hat, als er es das erste Mal hörte, es immer und immer wieder gesagt. Dekubitusprophylaxe! So lustig, wie das Wort klingt, ist es allerdings nicht.

Die Junioren haben verschiedene Stellen, bei denen ich aufpassen muss, dass sie nicht wund werden und die Haut aufplatzt. Carstens Knie sind so eine Baustelle und Wiebkes Fersen. Dort ist die Haut ständig gerötet und spannt, bei Carsten über der Kniescheibe und bei Wiebke reibt der Hacken im Schuh.

Für mich heißt das, pflegen, pflegen und noch mal pflegen. Aber auch erkennen, dass die Haut krank ist. Gerade hat Wiebke wieder eine stecknadelkopfgroße fast schwarze Stelle am linken Fuß. Sie lässt mich nicht ran. Es tut weh. Umso sorgsamer muss ich nun vorgehen. Ihr die Angst nehmen, dass ich ihr nicht noch mehr wehtue und die sich bildende Wunde versorgen. Mein Töchting zetert, zappelt, schreit und will selber. Will selber die Stelle eincremen und schützen. Ich lasse sie – aber ich creme nach, schaue, dass die Haut geschmeidig bleibt und werde mir etwas überlegen müssen, dass keine Reizungen auftreten können.

Carstens Knie habe ich in Griff. Er hockt auf einem Schaffell, seine knochigen Gelenke machen gerade keine großen Sorgen …

… aber um keine Sorgen brauche ich mir keine Sorgen zu machen – davon habe ich genug und auf eine mehr oder weniger kann ich gut verzichten!

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Post

Da zieht’s mir dann doch die Schuhe aus!

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Was habe ich diesem Menschen getan? Warum ist da so viel Hass, dass jetzt sogar schon anonymisierte Post kommt? Ich stehe nicht über den Dingen und über diesen dreimal nicht! Was kann ich überhaupt noch bloggen? Der Brief kommt aus der Gegend von Stuttgart, jedenfalls ist er im Briefzentrum 70 abgestempelt worden. Zugeklebt war er mit einem durchsichtigen Klebestreifen, natürlich nicht unterschrieben, aber mit (fehlerhafter) handschriftlicher Adresse!