Schlagwort: Angst

was ist Realität und was nicht?

So langsam, das glaube ich, habe ich jede Realität verloren. Es gibt kein normales Leben mehr – nirgends! Es ist Hochzeit und wahrscheinlich noch lange nicht die höchste Zeit. Ich schwanke zwischen Trotz, Resignation, Hoffnung und ganz viel mehr. Es sterben so viele Menschen. Das macht was mit mir. Das macht was mit meinen Junioren, besonders mit Carsten. Fröhlichkeit geht verloren. Alles ist ernster geworden. Jeder Mensch ist angespannt, auch wenn sie den Anschein nicht erwecken wollen. Corona geht an niemanden spurlos vorüber. Ich kann nicht mehr verstehen, warum sich Menschen nicht impfen lassen wollen. Mittlerweile stehe ich 100% hinter der Impfpflicht. Ja, es mag sein, dass das eine Einschränkung in die Grundrechte ist. Aber die Freiheit der einen hört da auf, wo sie die Freiheit der anderen beeinträchtigt! Meine Familie soll leben! Und wir wollen am Leben teilhaben. Nicht nur Zuhause sitzen, aber was geht, was dürfen wir, was können wir überhaupt?

Kuddelmuddelgedankenchaos

wann kommt der Stern

Nur ein weiteres Jahr,
in dem nichts in Ordnung ist.
Nichts mehr ist wie es war.
Nachts stehen Sterne am Himmel
leuchtend strahlend und hell.

Schwarze Löcher tun sich auf
fressen, fressen, fressen das Licht.

Wann gebierst du den Stern, wann?

© petra ulbrich 

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Corona ist allgegenwärtig!

kein Passwortschutz

Ich tät‘ jetzt so gerne einen passwortgeschützen Beitrag schreiben, mache es aber nicht. Depressionen und Ängste sind in aller Munde, in allen Medien und momentan salonfähig. Wie lange? Bis was Neues kommt? Dabei sind Gemütserkrankungen, wie es schon früher hieß, keine Moderescheinung. Wer will diese Mode schon haben? Ich nicht. Ich hasse diesen Wehdam. Ich mag diese Angst nicht – diese undefinierbare.

Jetzt wird sicherlich so mancher anmerken wollen, dass ja kein Wunder ist, dass ich ängstlich bin. Sicherlich gibt es gute Gründe. Die Junioren sind mehrfachbehindert, ich selbst habe eine schwere Krankheit hinter mir und ein Lungenemphysem. Aber damit bin ich – so denke ich – klargekommen. Seit längerer Zeit ist es aber so, dass zur normalen Antriebsschwäche, eine Lethargie hinzukommt – ich schaffe gar nichts mehr. Es wird allerhöchste Eisenbahn, dass wir zur Mutter-Kinder-Kur kommen. Alles strengt mich unbändig an, vieles wird mir zuviel. Wenn der Kerle wieder (fast) jeden Tag mit Wechselwäsche nach Hause kommt und Daheim dann in den Seilen hängt, mag ich das hier nicht mehr schreiben – es ist Alltag geworden. Sch…alltag, zermürbend. Wenn das Töchting jedes Mal ein Theater macht und zusammenzuckt, wenn C. nur hustet, dann ist das für mich immer eine Qual, sie so mitleiden zu sehen. Wenn dann der Kerle absichtlich seine Schwester in Panik versetzt und diese deswegen schreit und Randale macht, dann überkommt mich der hochheilige Zorn. Diese, meine Hilflosigkeit nagt an mir und ich weiß nicht ein noch aus.

Wenn meine seelische Verfassung stabiler wäre, dann … Tja, was wäre dann? Hätte ich dann mehr Kraft? Habe ich nicht genug Kraft? Ich habe viel Kraft …

… und jetzt höre ich auf, setze den halbfertigen Beitrag ins Blog und denke nicht, dass es euch nichts angeht, denke nicht, dass ich eventuell den Nerv der Zeit nicht getroffen haben könnte, denke nicht so viel etc. pp.

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