Kategorie: Gedanken

noch immer aktuell

Bitte, höre mir zu! Dieser Beitrag ist von vor mehr, als vier Jahren und noch genauso aktuell und Pe, die wunderbare Pe ist kurz danach gestorben. Sie war mir eine gute Freundin. Nicht immer da, aber immer präsent. Sie ist es heute noch manchmal. Immer dann, wenn ich die dunkellila Socken anziehe, die inzwischen schon sehr fadenscheinig geworden sind. Die Strümpfe werden in Ehren gehalten.

∙∙∙∙∙

Wiebke und ich haben heute ein Experiment gewagt. Mein Töchting wollte aus der Werkstatt abgeholt werden – mit Schiss in der Hose und irgendwie nicht gut drauf. Daheim haben wir zusammen erst einmal Joghurt mit ganz viel Müsli drin gegessen – und dann ist mir eingefallen, dass Joghurt bei Durchfall ja so gar nicht gut ist. Töchting hat‘s vertragen.

Ach, das Experiment!
Heute Morgen habe ich einen Zeitungsartikel geschickt bekommen, in dem eine Psychologin auf ihrem Arbeitsweg die Menschen freundlich anlächelt und somit in fröhliche Gesichter zurückguckt. Ich mache das oft – wenn ich nicht gerade außerordentlich stinkig bin.  Heute Mittag habe ich den Weg zur Apotheke genutzt und jeden angestrahlt. Wiebke macht das sowieso. Und wirklich, (fast) alle hatten danach ein Grinsen im Gesicht. Versucht das mal, es funktioniert!

Behinderung vs. Krankheit

Sorry, wenn ich mal wieder so klugscheißerisch daherkomme, aber meine Junioren sind selten krank, sie haben eine Behinderung. Meine Definition ist, dass man Krankheiten (meistens) heilen kann, Behinderung nicht.

Diesen Beitrag habe ich vor 2einhalb Stunden begonnen, bevor unsere morgendliche Routine begann. Diese ist sogar im Moment noch ein bisschen beschwerlicher – obwohl ich es nicht als beschwerlich ansehe, weil wegen einer Wunde an jeweils einem Oberschenkel die Herrschaften weder baden noch duschen können. Auch wird das große Pflaster bei Wiebke gehegt und gepflegt. Weh tut da nichts mehr, heilen muss es einfach!

Was bin ich froh, dass sie so selten krank sind. Beider Immunsystem ist gut, die Haut ist topp (natürlich dank meiner Pflege – und da stinkt Eigenlob nicht), die Schwachstellen sind optimal versorgt und Beide sind fröhliche, aufgeschlossene Menschen! Dass das auch anders sein kann, ist mir nie eingefallen, habe es dennoch am Montag wieder gehört. In der MZEB-Ambulanz sehen die Ärzt*innen samt Team ganz anderes. Mich hat das sehr verwundert. Aber anscheinend ist gute Pflege und Versorgung keine Selbstverständlichkeit. Dass dem so ist, sehe ich leider auch in der Werkstattgruppe, dachte aber, es wären Einzelfälle.

Merke mal wieder, dass ich abgedriftet bin.

keine Tagesordnung

Es ist ja nicht so, dass ich nichts zu tun habe, dass wir keine Baustellen haben und es tut mir auch ein bisschen leid, dass ich zynisch bin! Aber der Kerle und auch das Töchting (es betrifft sie nicht so hart) haben in der Uniklinik eine Verdachtsdiagnose bekommen, die mich völlig aus den Puschen gejagt hat. Sie haben eine regenerative Sehnervschädigung, die zum erblinden führt.  

Alles, was ich jetzt noch schreiben könnte, kommt mir gerade sinnlos vor. So etwas muss ich erst einmal verarbeiten!

Copyright © 2026 voller worte – mit und ohne Innenfutter

Theme von Anders Norén↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.