Kategorie: Gedankenchaos

hab keine Überschrift

Es ist keine Schande hinzufallen, doch es ist eine Schande liegenzubleiben. | Theodor Heuss

Als Kind habe ich gelernt, wenn ich gefallen bin aufzustehen, denn es hat mich niemand wieder auf die Beine gestellt. Da ich nicht liegen bleiben konnte, oder auch wollte, habe ich mich aufgerappelt. So sehr ich anfangs auch gezetert habe; ich musst selber ran.

Heute weiß ich, dass es gut ist, wie es ist. Aus Fehlern lernt man in der Regel wie man etwas nicht macht. Manchmal macht man Fehler drei viermal, aber es sind unsere eigenen Fehler und die nimmt uns niemand ab oder steht für dich ein. Wir müssen schon alleine dafür sorgen, dass diese Fehler nicht ein weiteres Mal geschehen.

Aufstehen, Krönchen richten, weiter geht’s! Aber es kann auch eine Pause sein – ich nehme mir gerade eine!

Mir scheint, ich bin heftig gestrauchelt, habe mich bäuchlings auf den Boden gelegt und sehe nur rote Erde. Und dann sehe ich meine Junioren schlafend im Bett liegen und schon weiß ich, warum ich mir die Angst aus den Augen wischen und aufstehen will.

Auch krabbelnd kann ich das Diadem tragen und einiges tun. Bald, bald werde ich aufrecht stehen und aufrecht gehend der Zukunft trotzen. Ich stehe wieder auf – nur dauert das eben etwas länger!

warum mich eigentlich erklären

Ich brauche heute Abend Bollos! Eine Menge Bonbons, am liebsten welche, die an den Zähnen hängenbleiben. Damit ich meinen Mund nicht mehr aufbekomme. Halsschmerzen und einen geschwollenen Hals – sowohl im übertragenen Sinn, als auch ganz real, mit dick angeschwollenen Lymphknoten – habe ich eh schon. Bin (mal wieder – einige werden sagen; das ist sie doch immer) pissig. Warum würde ich wirklich gerne erklären. Nur nicht unbedingt als Boulevardzeitung im Blog.

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20:41 Uhr – Handball-WM ist. Der Kerle flippt aus und mein Handballerherz schlägt auch nicht rund!

21:05 Uhr – und manchmal nerven mich unqualifizierte Likes einfach nur granatenmäßig.

aufdröseln

Margit schreibt in einem Kommentar: […] Wäre heilsam, ist aber sicher extrem schwierig, so eine Angststörung aufzudröseln.

Ich bin dabei, bin seit Jahren dabei und natürlich weiß ich ein ganz klein bisschen woher meine diffusen Ängste kommen. Manche liegen sehr weit in der Vergangenheit und manche genau fünf Jahre zurück. Damals hatte ich anfangs nur eine doppelseitige Lungenentzündung, die sich dramatisch entwickelte. Diese Todesangst, diese Angst vor Ungewissheit, die Angst um meine Junioren und das Alleinsein. Die Dramatik, die sich entwickelt hat, das mit dem Multiplen Organversagen, hat mich umgehauen – viel mehr oder besser, anders als der Tod meines Mannes, weil nämlich mein eigener Tod im Raum stand. 

Ich bin dabei meine Ängste aufzuarbeiten. Doch leider kann ich sie viel zu oft nicht benennen. Therapeutische Unterstützung ist Mangelware – ich habe zwar im Moment jemanden, mit dem ich reden kann, leider nur sehr sporadisch, aber immerhin alle vier Wochen. Geeignete Therapeuten gibt es viel zu wenige und es werden immer mehr Menschen mit psychischen Problemen. Außerdem wird Menschen mit psychischen Problemen (Seelenkrankheiten) vielerorts das Kranksein abgesprochen. 

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Das Wochenende beginnt bald. Heute mit einem Besuch im Altenheim, morgen wohl ein fauler Tag (mit meinem schlechten Gewissen, nichts auf die Beine gestellt zu haben. Doch ohne Unterstützung geht eben nichts.) Am Sonntag gehen wir für eine Stunde bowlen… 

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