Behinderung, Gedanken

empfindlich sein

Wenn das Thema Pflege in irgendeiner Form angesprochen wird, dann bin ich extrem empfindlich. Was aber dennoch heißt, dass ich verstehen kann, wen jemand sagt, dass sie/er nicht pflegen möchte. Ganz ehrlich, ich möchte es manchmal auch nicht. Es ist eine Mordsverantwortung und oft wächst sie mir über den Kopf. Nur gibt es keine Wahlmöglichkeit. Entweder pflegt man oder nicht! Ich tue es seit ich Kinder habe und ich tue es mit Liebe. Dieses Thema ist emotional besetzt bei mir und ich kann mich diesem nicht rational stellen. Was ich allerdings nicht mag, dass pflegenden Angehörigen nachgesagt wird, dass sie, weil sie pflegen, sich ausnützen lassen und nicht anderes mit sich anzufangen wissen, fremdbestimmt se..

Ich höre auf. Mich wühlt es zu sehr auf, weil mir die Wertschätzung fehlt!

Veröffentlicht von piri

✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ✨ Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank!

6 Gedanken zu „empfindlich sein“

  1. Georg Rode sagt:

    Auch für mich ist das Thema emotional besetzt, denn ich lese immer wieder, wie liebevoll, aufopferungsbereit und verantwortlich du dich um deine Kinder kümmerst. Ich finde das schlicht und einfach bewundernswert und bin mir nicht sicher, ob ich dergleichen stemmen könnte!

    1. piri sagt:

      Danke, aber ob du das stemmen könntest, das würde sich zeigen, wenn du es machen müsstest. So schwer ist das nicht.

  2. kopfundgestalt sagt:

    Meine Frau hatte gepflegt, drei alte Menschen.
    Ich hatte mal die Anzahl Jahre zusammengezählt gehabt.
    Als selbst sehr schwer aufgewachsener Mensch habe ich sehr spät für meinen Vater gesorgt, allerdings nur etwa 15 Monate. Das half mir, zu wachsen.
    Mein Vater hat seine todkranke Frau zuhause gepflegt. Er schlief im Sessel neben ihr, die auf der Couch lag.
    Viele sagten, die Frau muss ins Krankenhaus, das geht nicht, unmöglich !!! Aber meinem Gefühl nach stemmte mein Vater eine herkulestat !!!!! Ich kann es nicht anders sehen: selbst in eigener größter not tat er, was unabdingbar war.
    Ich Weine Tränen jetzt….

    1. piri sagt:

      Gerhard, ich sehe deinen Kommentar und merke, dass er sehr emotional ist. Pflege ist anstrengend, das lese ich auch und kann es bestätigen. Leider bin ich nicht in der Lage deinen Kommentar komplett zu verstehen, ich weiß nicht was du mir sagen möchtest. Aber wahrscheinlich ist es auch egal, weil ich glaube, dass du mich verstehst.

      1. kopfundgestalt sagt:

        Es ist tatsächlich nicht superwichtig, dass alles adäquat rüberkommt.
        Was ich eigentlich immer sagen will, ist, dass man sich nicht in einen anderen hineinversetzen kann. Man kann es zum Teil, sicher, aber ganz steckt man nicht in den Schuhen des anderen.

        1. piri sagt:

          Genau so ist es!

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