Kategorie: Gedanken

feige sein

In der Regel bin ich nicht feige – ich habe nur wahnsinnig viele Bedenken und wenn ein Gerät der Junioren kaputt geht, dann versetzt mich das in Panik. Technisch gesehen bin ich ein Dummie. Leider habe ich auch niemanden, den ich fragen kann. Jetzt ist des Kerles Tablet defekt – ich vermute, dass der Akku nicht mehr lädt. Carsten sieht so schlecht und dies Teil ist sein Tor zur Welt! 

Zum Handydoktor muss ich gehen. Auch wenn ich nicht feige bin und mir dort niemand den Kopf abreißen wird, ja ganz im Gegenteil sie wollen mir helfen, es kostet mich eine Mordüberwindung – ich muss wieder mit Menschen sprechen, die ich nicht kenne! Das ist ein Teil meines AutismusSpektrum (soziale Phobie). 

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Was ganz anderes: eine Freundin zieht seit ein paar Wochen um. Ich versuche ihr so weit es mir möglich ist zu helfen – jetzt ist endlich Ende in Sicht! In mir ist nun der Wunsch gereift meinen Keller aufzuräumen und zu entrümpeln.

angefangen

Da hatte ich einen Beitrag angefangen, über Betroffenheitsaktivismus  – aber ich schreibe ihn nicht weiter. Es könnte mir als Dauerbeleidigsein ausgelegt werden, oder gar als Dauerjammerei und; ich müsste doch nur selbst was tun. 

Der Spruch: Die Gesellschaft ist nun mal so!, der geht mir gehörig auf den Keks! Wer ist denn Die Gesellschaft? Das sind doch wir alle. Wir grenzen ab, wir grenzen aus. Ich auch und deswegen werde ich keine Steine schmeißen – sie könnten mich treffen. Absolutismen mag ich nicht und Vorverurteilungen hasse ich sogar. Warum wer wie handelt, das hat immer Gründe. Meistens sind sie fundiert, wenn auch nicht immer nachvollziehbar und gut. Menschen machen Fehler. Wenn jetzt zum Beispiel keine Freizeithelfer gefunden wurden, kann das ganz viele Ursachen haben. Dass mir persönlich nicht Bescheid gesagt wurde, auch. Ist nicht schön gewesen, liegt aber sicherlich auch an persönlichen Animositäten. Die Leute haben sich bemüht und ihr Möglichstes getan. Vielleicht ein bisschen zu spät.

Es ist nicht gut. Aber wer weiß das schon?

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Ich wollte auch über Familie schreiben, über vermeintliche und echte Freunde, über angeblichen Trost, der eine Backpfeife, über ein tolles Angebot, das leider nicht machbar ist und über die Tapferkeit der Junioren – aber diese kennt ihr ja schon.

untätig sein und warten

Es ist mistig, eigentlich kann ich nichts tun außer abwarten. Aber genau darin liegt die Krux. Ich stehe unter Strom wenn ich warte, zwangsweise warten muss. Noch immer ist nicht gewiss, ob die Reise der Junioren stattfinden kann. Der angekündigte Anruf kommt und kommt nicht – mistig!

Wenn heute Nachmittag die Junioren heim kommen, ist garantiert die erste Frage: Findet jetzt die Reise statt? und: Fährst du mit, Mama? Antworten habe ich keine. Das macht mich völlig kirre. Wenn ich aufgeregt bin – warte – dann kann ich nichts tun. Kann nicht mal essen. Kann nicht aufräumen. Kann nicht lesen. Bin dumm und untätig, wie blockiert.

Das kann kaum jemand nachvollziehen, oder?

 

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