Behinderung, Gedanken, Kuddelmuddel, Musik

Der Tag beginnt früh

Manchmal ist früh, wirklich früh, auch wenn es nicht so scheint und ich eigentlich wieder ins Bett gehen möchte.

Um 04:33 Uhr bin ich aufgestanden – ich weiß das so genau, weil mir mein Festnetztelefon ins Gesicht geschienen hat – hab mir Kaffee gemacht. Weil es die letzten Bohnen in der Maschine waren, wurde ein Bliemschenkaffe draus. „Na gut“, hab ich gedacht, „werde ich gleich um sieben einkaufen!“ Nur, da habe ich die Rechnung ohne meine Tochter gemacht. Sie ist wach und will beschäftigt werden. Aufstehen nicht! Einen Kakao trinken. Ein bisschen ‚irgendwas‘ essen – nur was bekomme ich aus ihr nicht heraus! Banane nicht, aber auch kein Brot und Müsli? „Nee, Müsli will ich nicht!“ Aber Kekse auch nicht und Chips gibt’s morgens noch keine. Aber was will sie? „Weiß ich doch nicht Mama!“ Ich weiß nur, dass ich Kaffee einkaufen möchte. Jetzt ist kurz nach neun und mein Töchting liegt immer noch im Bett, der Kerle hat im Nullkommanichts eine Aufbaunahrung weggewuppt und pennt schon wieder in Morpheus Armen, ich habe endlich meine Kaffeebohnen gekauft und für mein Mädchen noch Schokolade. Heute Nachmittag basteln wir und vielleicht gehen wir auch etwas spazieren. Morgen habe ich Hochzeitstag, nur eben schon so lange allein. Ich werde alt! Damit habe ich ein Problem, das gestehe ich mir ein – ich würde gerne nicht allein sein. Ich höre Georges Moustaki:

Behinderung, Gedanken

Sturm

Gestern war Sturm. Es stürmt gerade nicht, aber gestern war Sturm. Der erste Herbststurm mit vor sich hin treibenden Blättern und ein bisschen Regen. Nicht nur ein leichter Wind – nein, es war wirklich rau. Gedanken hat der Sturm gepeitscht und kleine aber auch größere Stöckchen durch die Luft gewirbelt. Im inneren meiner Seele tobt es – wie außen, so innen. Kein Kind rennt heute noch durch Pfützen …