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Mouches Volantes und ein Taxifahrer, der nicht gerne Auto fährt

So schnell möchte ich den gestrigen Abend nicht wiederholen. Auch wenn nichts besorgniserregend wegen der Augenblitze entdeckt wurde, so sehr nerven sie mich immer noch. Allerdings sehe ich keine grauen Schleier fallen, nur die berühmten Augenmückchen herumtanzen. Kopfweh macht mich kirre und ein bisschen auch der Druck auf dem Auge – alles aushaltbar, wenn ich nicht dran denke.

Der Taxifahrer, der mich ins Klinikum gefahren hat, überraschte mich mit dem Satz, dass er gar nicht gerne Auto fährt. Er könne aber nichts anderes und eine Familie hätte er zu ernähren, seine Töchter wären noch in der Ausbildung und obendrein hätte er Schulden. Was ist das für ein Schietejob? Da muss(?) dieser Mann sein ganzes Arbeitsleben einen Beruf ausüben, der ihm keinen Spaß macht.

Die Junioren haben mich heute morgen sehr lieb, sehr sehr lieb behandelt – verdächtig lieb. Sie hatten Schiss, denn sie hatten eine erneute Boosterimpfung vor sich. So großspurig wie sie immer tun, sind sie dann doch nicht!

Veröffentlicht von piri

Ich danke fürs lesen. Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank! ✨ Bitte nichts kopieren und mein Urheberrecht berücksichtigen. ✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

4 Gedanken zu „Mouches Volantes und ein Taxifahrer, der nicht gerne Auto fährt“

  1. dergl sagt:

    Ach Mensch… Sowohl deine Augen als auch der Taxifahrer. Hoffentlich war das keiner der Unglücklichen, die nie einen Führerschein machen wollten und dann vom Arbeitsamt dazu genötigt wurden, weil sie dann ja in irgendetwas vermittelbar seien… Ein Assistent von mir arbeitet im Zweitjob etwas anderes und hat da einen Kollegen, dem das so geht (ausgemusterter Erzieher, der dann auf Druck vom Arbeitsamt Führerschein und Paketdienst machte. weil zwei Kinder versorgt werden müssen). Eine Bekannte hat den Führerschein mit über 45 im Rahmen der Pflegehelferinausbildung machen müssen, sie ist neurodivers, wartet auf den Termin für die offizielle Diagnostik und fährt super ungerne Auto, weil ihr Reizfilter das nicht packt. Das System ist: Jede zumutbare Arbeit und was dir zumutbar ist entscheidet das Amt und nicht du. Machst du nicht mit, gibt es weniger bis kein Geld mehr und wenn du Familie hast, überlegst du dir das dreimal und fährst dann eben Menschen und Dinge durch die Gegend, egal wie schwer es dir fällt…

    Ich hoffe eure Booster liefen gut. Habt ihr den BA4/5 bekommen?

  2. Elena sagt:

    Nun, die Augensache ist lästig, aber ungefährlich, das weißt Du ja inzwischen; und ein gewisses Aufatmen Deinerseits nach den Untersuchungen gab es, nehme ich an.
    Wie gut, daß die Betreuung der Junioren in der Zeit Deiner Abwesenheit so gut klappte!

    Zum Gedicht: es gefällt mir. Sehr.

    LG Elena

    1. piri sagt:

      Danke für das Lob und – ich weiß, dass ich mich auf die wenigen Helfer*innen sehr verlassen kann. Darüber bin ich unglaublich froh.

  3. alicemakeachoice sagt:

    Gut, dass es nicht so schlimm war, wie befürchtet. Aber schlimm genug, wenn es dich einschränkt. Einen Job machen, den man nicht mag. Das ist Hölle pur. Der arme Kerl…

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