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Künstler

Wenn man künstlerisch tätig ist, überlegt man sich nicht, warum und wozu man etwas tut. Man macht’s einfach! Und auf Kommando kommt die Idee sowieso nicht. 

Veröffentlicht von piri

Ich danke fürs lesen. Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank! ✨ Bitte nichts kopieren und mein Urheberrecht berücksichtigen. ✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

10 Gedanken zu „Künstler“

  1. Wolfgang sagt:

    Genau so isses.

    1. piri sagt:

      Anerkennung zu haben, ist natürlich auch sehr schön und beflügelt obendrein.

  2. dergl sagt:

    Würde ich -, als jemand, die es zeitweise war – nur bedingt unterschreiben. Es gibt eine Seite, das ist die sehr idealistische und da stimmt das, was du sagst meines Erachtens nach.

    Aber es gibt auch immer schon die andere Seite, nämlich die, dass Leute, die mit diesem Tätigsein Geld verdienen (müssen), eben doch überlegen müssen warum und wozu, denn es muss vermarktbar sein. So gibt es in Galerien zum Beispiel Moden und nur das, was diesen Moden entspricht wird ausgestellt und verkauft. Teilweise bekommen die Künstler*innen gesagt Das und das ist jetzt Modefarbe, also mach dieses oder jenes oder dein Platz hier ist weg. Und wenn die Künstler*innen darauf angewiesen sind, dass sie etwas verkaufen, dann brauchen sie die Sichtbarkeit und müssen dann eben auch mal nachdenken wieso und warum. Es sind ja nicht nur Kunstschaffende, die finanziell ein zweites Standbein haben oder die das nur als Hobby machen.

    Musiker*innen überlegen sich auch, wo und wie sie ihre Songs promoten können, kennr dich niemand, bucht dich niemand und entsprechend überlegen da sicher auch Leute wozu und warum. Beispiel: Das, was Danger Dan letztes Jahr gemacht hat, dieses Klavieralbum mit dem Lied über die Kunstfreiheit, das konnte sich nur jemand erlauben, der etabliert war und schon die richtigen Kanäle kannte. Jemand unbekanntes hätte genau dasselbe Herzblut darein stecken können und hätte kein Album gehabt, von dem er nicht wenig finanziell profitiert.

    Schreibende machen oft minus, wenn sie einfach nur das machen, was sie wollen oder werden von irgendwelchen Plattformen gekickt, weil die Plattformen plötzlich nur noch bestimmte Genres veröffentlichen möchten, die rentabel sind. (Klein)Verlage, wenn sie nicht untergehen oder sich kompromittieren lassen wollen, müssen entweder ihre Programme zurückfahren, Social Media nutzen, auch wenn sie es gar nicht wollen oder nicht in dem Ausmaß und manchmal auch neben Büchern noch Merchandise anbieten etc. (Wenn dich interessieren sollte wie das läuft, die Verlegerin Christiane Frohmann aus Berlin macht einen Newsletter darüber wie sie ihren Verlag über Wasser zu halten versucht, weil sie nur Sachen machen möchte hinter denen sie stehen kann.)

    Und das kann man auf viele künstlerische Tätigkeiten anwenden.

    Würde ich noch das machen, was ich früher gemacht habe, dann käme ich heute um Social Media und ko-fi etc nicht herum, weil man auch irgendwann den Gewerbeschein verliert oder aus der Künstlersozialkasse (ich war nie drin) fliegt, wenn man so und so lange nicht Wert X einnimmt.

    1. piri sagt:

      Als mir der Gedanke kam, habe ich nicht an Berufskünstler gedacht…

      1. dergl sagt:

        Ah okay. Das kam bei mir durch „künstlerisch tätig“ so an, weil die Wortwahl suggeriert, dass es um Leute geht, die damit Geld verdienen. (Antwort auf die Frage „Was machen Sie beruflich?“ – „Ich bin künstlerisch tätig“, zum Beispiel. Weil „Ich bin XY tätig“ für die meisten Leute auf Gewerbe/Lohnarbeit hinweist.)

        Wie gesagt, idealistisch gesehen, würde ich dir zustimmen.

  3. Der Emil sagt:

    Ich kann Dir nur zustimmen. (Jedenfalls soweit ich mit meiner Kunst nicht mein Leben finanzieren muß.)

  4. kopfundgestalt sagt:

    Ich denke ab und an an eine Begegnung mit einem Beuys-Schüler zurück.
    Als ich ihn als Künstler ansprach, wehrte er mit Vehemenz ab: Ich bin Bildhauer!
    Das beeindruckte mich damals sehr!

    1. piri sagt:

      Ja, so unspektakulär geht’s manchmal und dennoch ist es Kunst. Noch mehr, wenn sich die/der Kunstschaffende nur Handwerker nennt.

      1. kopfundgestalt sagt:

        Ich nenne mich Spieler mit Farben und Formen. 😉

        1. kopfundgestalt sagt:

          Es trifft zu 90 %, was ich mache, wieso einen anderen Papper. 😉

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