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erklär mir den Krieg

Der Kerle will wissen, will von mir wissen, warum es Kriege gibt! Könnt ihr euch vorstellen in welchem Dilemma ich bin? Ich kann das nicht erklären. Kann nur davon reden, dass Menschen verschiedener Meinung sind und manchmal Dinge möchten, die andere nicht wollen. Wir reden miteinander. Ich lese Bücher vor, in denen es um andere Kulturen geht, aber auch um Streit und Flucht und je mehr wir reden, umso verwirrter werden wir alle drei! Denn auch das Töchting hört aus sicherer Entfernung zu. Ganz an sich ranlassen, möchte sie so vieles nicht. Da sind wir wieder beim Thema Selbstschutz.

Erklär mir die Welt! Ich würde mich freuen, wenn wir Menschen um uns herum hätten, die den Junioren gerecht, mit uns zusammen schwierige Themen (gibts die überhaupt, oder ist es nur eine Frage der Vorgehensweise?) bereden.

Einen schönen Sonntag wünsche ich!

Veröffentlicht von piri

✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ✨ Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank!

8 Gedanken zu „erklär mir den Krieg“

  1. dergl sagt:

    Das ist sehr schwierig. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat einige Materialien in Leichter Sprache, vielleicht ist da etwas bei, das euch hilft.

    Hier ist etwas zum Krieg in Israel, an dem ich, müsste ich es in Leichter oder Einfacher Sprache versuchen zu erklären, mich zumindest teilweise entlang hangeln würde (natürlich ist das Thema allgemein viel komplexer und der Text nicht mehr ganz aktuell, so dass ich viel improvisieren müsste, um den aktuellen Stand einzubeziehen): https://www.bpb.de/themen/politisches-system/politik-einfach-fuer-alle/542531/terror-und-krieg/

    Hat logo! vielleicht auch was? (Es wurde ja mal festgestellt, dass obwohl es für Kinder gedacht ist ohnehin häufig von nostalgisch auf das Format reagierenden Erwachsenen geschaut wird, müsste euch also keineswegs peinlich sein mit über 40 „Kindernachrichten“ zu schauen.)

    1. piri sagt:

      Uns ist nichts peinlich. Aber ich will keinen Medienkonsum, ich will, wir wollen direkten Austausch. Nachrichten guckt der Kerle schon viel zu viel.

  2. Frau Frogg sagt:

    Also, ich finde, der Konflikt in Israel/im Gazastreifen/in Palästina (?) ist derart wahnsinnig, dass ich schon gesagt habe: Ich will nicht zu lange darüber nachdenken, sonst verzweifle ich (und das war vor zehn Jahren). Ich glaube, die einfachste Formel ist: Die Israelis und die Palästeninenser – beide wollen dieses Land am Mittelmeer. Und beide Völker haben auch das Recht, dort zu sein. Nun streiten sie seit 75 Jahren darüber, wie man es gerecht aufteilt, und die halbe Welt streitet mit ihnen.

    1. piri sagt:

      Es geht dem Kerle tatsächlich allgemein um Krieg. Auch um den im Jemen, in der Ukraine, in Afghanistan etc. Natürlich auch um Israel mit der Hamas. Wichtig finde ich zu vermitteln, dass Kriege nicht einseitig entstehen.

  3. quersatzein sagt:

    Du machst das wunderbar, liebe Piri.
    Auch wir sind nicht allwissend und die Junioren dürfen das spüren.
    Wenn wir ehrlich mit ihnen und uns selber sind, ist das schon sehr viel.
    Lieben Gruss zum Wochenbeginn,
    Brigitte

  4. Frau Frogg sagt:

    Tja, das ist dann tatsächlich eine sehr schwierige Aufgabe. Dass es Konflikte gibt, ist wahrscheinlich relativ einfach zu erklären. Dass Menschen bereit sind, deshalb tödliche Gewalt anzuwenden, da liegt die Krux.

  5. Gerel sagt:

    Ich glaube, da wäre ich überfordert! Das ist alles so schrecklich, aber es begann, wenn man die Bibel zu Rate zieht mit Kain und Abel.
    Das finde ich toll, dass ihr darüber reden könnt und ich wäre gern dabei!
    Liebe Grüße an euch drei
    Gerel

    1. piri sagt:

      Das mit der Bibel nimmt mir der Kerle nicht ab: „Was ist denn mit den Tieren, die streiten sich ja auch und kämpfen bis zum Tod?“
      Grad will er gar nichts von Krieg und anderen Katastrophen wissen – mir scheint, es ist ihm, wie mir übrigens auch, alles zu viel!

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