Behinderung, Junioren, Kuddelmuddel

einkaufen

… mit den Junioren in einer Shopping-Mall! Erstens weiß ich nicht, ob ich das richtig geschrieben habe und zweitens verrate ich nicht, wo wir waren.

Klamotten für die Junioren einzukaufen ist schwierig, denn sie bräuchten ja Erwachsenenkleidung – doch so etwas gibt es nicht in ihrer Größe. Carsten ist so groß ein Zweieinhalb- bis Dreijähriger mit extrem langen Armen. Wisst ihr welche Klamotten es für diese Altersgruppe gibt? Garantiert zieht kein erwachsener Mann so etwas freiwillig an. Also gehen wir etwas hochpreisiger einkaufen – lohnt sich, weil er diese Sachen lange tragen kann!
Wiebke hat Kleidergröße 140 – auch keine Damengröße und so bleibt auch ihr nur die Kinderabteilung. Sie mag weder rosa noch Blümchen und Glitzer schon gar nicht. Es ist ein bisschen einfacher für‘s Töchting einzukaufen, aber dennoch ist es nicht gerade leicht.

So waren wir heute im Einkaufstempel! Eine supernette Verkäuferin hat uns kompetent beraten und T-Shirt gefunden, die erwachsen genug sind. Sie wusste, wo sie suchen musste – Dankeschön dafür: Ich hab‘s ihr auch gesagt und der Kerle – ganz charmant – hat ihr zu ihrem tollen Geschmack gratuliert.

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Ich brauchte eine neue Gesichtsreinigung und bat eine Verkäuferin mir bei der Auswahl zu helfen. Sie rannte vorweg – ich mit zwei Rollstühlen hinterher – und als wir endlich bei ihr angekommen waren: „Ich hatte gedacht, Sie kommen mir hinterher!“ Bin ich ja auch, slalomfahrend. Dann taxierte sie mich und meinte: „Das, was wir haben ist allerdings ein bisschen teurer!“ Sie sprach immer mit Ausrufezeichen. Sie zeigte mir ein Produkt, fragte nicht nach der Beschaffenheit meiner Haut und nach meinen Vorlieben, sie zeigte mir ein Produkt und drehte mir ihren sehr schlanken, sehr jungen Rücken zu und unterhielt sich mit einer Kollegin über meine Kinder – sehr taktlos. Ich konnte mir eine Spitzfindigkeit nicht verkneifen. In der Parfümerie nebenan bin ich ganz anders und sehr zuvorkommend bedient worden. Sogar die Junioren wurden nicht übersehen und ins Gespräch eingebunden. Allerdings war mir dort die Pflegeserie dann doch zu teuer. So habe ich beschlossen: ich bleibe bei meinem alten Programm.

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Der Eismann, in der Eisdiele war es dann total unkompliziert. Italiener sind einfach coole Leute und wenn‘s Eis auch noch lecker ist und es Minz-Schoko-Eis gibt, dann ist der Kerle happy.

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Ach so, in einer Buchhandlung waren wir auch noch …

Veröffentlicht von piri

✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ✨

7 Gedanken zu „einkaufen“

  1. Sonja sagt:

    Gutes, wenn auch teilweise kompliziertes Programm absolviert!
    Bei der taktlosen hätte ich wohl nach der Geschäftsleitung gerufen, damit sie sich entschuldigt, so ein Verhalten geht einfach nicht!

    1. piri sagt:

      Nöö, Unrat vorbeischwimmen lassen.

  2. C Stern sagt:

    In Geschäften finden sich Verkäufer*innen, die ihre Arbeit mit Engagement versehen und solche, die es leider nicht tun. Vermutlich so, wie in allen Berufsgruppen, ohne Ausnahme.
    Ganz unpassend, sich ÜBER jemanden in seiner Anwesenheit zu unterhalten – was zählt, ist, sich MIT jemandem zu unterhalten. Egal, über wen man spricht, so etwas geht überhaupt nicht!
    Wie schön, dass sich doch noch eine kompetente Verkäuferin fand, wenn Du auch nicht zum Produkt gegriffen hast. Ich ringe da auch immer sehr mit mir selbst, wenn Produkte zu hochpreisig sind …
    Minz-Schoko-Eis, da nehm ich mir auch ein Löfferl 🙂
    Herzliche Grüße zu Euch! C Stern

    1. piri sagt:

      Manchmal bin ich schon geizig, aber es ist auch gut so, ich bezahle nämlich keine 100€ für eine Tagescreme.

    2. M. - K. sagt:

      Uff, soviel kostet meine ganze Pflegelinie made in Germany nicht ganz.
      Aber sicher wäre mir das auch viel zu teuer nur für die Creme!
      Ich stelle es mir immer wieder schwierig vor, 2 Rollos gleichzeitig zu schieben, Ihr habt das gut gemacht heute, mit Erfolg eingekauft!
      Ich habe es immer wieder erlebt, dass statt mit mir, mit meiner Begleitung gesprochen wurde. Ich bin dann teilweise sehr deutlich geworden – ob das etwas bringt?
      Mein Gedanke dazu: Ich kann zuerst immer versuchen, die Person, die augenscheinlich in irgendeiner Weise gehandicapt ist, selbst anzusprechen. Sollte diese dann gar nicht antworten können, so ist es dann immer noch möglich, die Begleitung anzusprechen, ohne den Respekt vor der Person zu verlieren.
      Deine beiden Junioren brauchen ein ganz schön dickes Fell, ich bin immer wieder (mit) empört.
      Das Eis war dann sicher ein willkommener Abschluss!
      Liebe Grüße!

  3. quersatzein sagt:

    Insgesamt ist das ja ganz passabel gelaufen, wenn auch anstrengend. Und solche und solche beim Verkaufspersonal gibt es halt immer…
    Das Eis am Schluss war wohl das Highlight der Einkaufstour. Toll, wie du, wie ihr, solche Hürden meistert!
    Einen lieben Gruss,
    Brigitte

  4. Trude sagt:

    Unglaublich – solche Verkäuferinnen. Die vergessen von und wofür sie ihr Geld bekommen. Zum Glück gibt es auch andere.
    Und das mit der Eisdiele zum Schluß war eine schöne Belohnung für euch nach dieser anstregenden Shoppingtour.

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